das Allview X3 Soul Pro im Test

Der Hersteller Allview ist in Deutschland eher unbekannt. Mit dem X3 Soul Pro präsentierten die Rumänen ihr Flaggschiff, was einige Besonderheiten an Bord hat: Fingerabdrucksensor, 3D-Touch, 15,9 MP Rückkamera und 8,0 MP Frontkamera. Mit 456,00 € UVP plaziert Allview das Gerät auch klar im oberen Preissegment. Doch kann das X3 Soul Pro sein Versprechen halten?

Kurzer Überblick zum Hersteller

Die Handy-Marke Allview klingt vermutlich neu in den Ohren der meisten, allerdings wurde die Firma schon 2002 in Braşov gegründet. Das erste Handy wurde im Jahr 2008 veröffentlicht, 2010 das erste Tablet und schließlich 2011 das erste Smartphone. Unser Testgerät ist das Anfang 2016 erschienene X3 Soul Pro, es kostet derzeit 456 Euro im Onlineshop.

Design

Das Allview  X3 Soul Pro mit hat eine Displaygröße von 5,5 Zoll, sieht vor allem durch die abgerundeten Kanten, das Aluminiumgehäuse und das schlanke Design sehr elegant aus. Auf der Vorderseite befindet sich der Homebutton mit integriertem Fingerabdrucksensor, links und rechts davon die Multi-Task- und Zurück- Taste, welche in den Einstellungen getauscht werden können. Die Sperrtaste und die Lautstärkewippe befinden sich beide auf der rechten Seite. Die Rückseite ist in mattem Design gehalten und für Fingerabdrücke unempfindlich. Für die einhändige Bedienung ist das Gerät deutlich zu groß, allerdings kann das Display recht schnell temporär verkleiner werden für derartige Zwecke.

Kamera

Für die Kamera auf wurde ein Sensor bzw. Fotochip von Samsung verwendet (S5K3P3 BSI), die Auflösung der Hauptkamera beträgt 15,9 Megapixel und die der Frontkamera 8,0 Megapixel.  Das Handy schießt qualitativ hochwertige Fotos, welche es durchaus mit der Konkurrenz von beispielsweise Apple aufnehmen können. Softwareseitig gibt es einige weitere Features wie beispielsweise  die Möglichkeit GIF’s, Timelapse- oder Slowmotion-Videos aufzunehmen, zudem gibt es  diverse Filtereinstellungen. Standardmäßig ist auf dem Smartphone ein Videoschnittprogramm installiert, welches die Basisfunktionen beherrscht.

Technischer Überblick

Das Smartphone läuft mit Android 6.0 Marshmallow und es wurde leistungsstarke Hardware verbaut, ein  Octa-Core  Helio -Prozessor mit 1,950 MHz und  4 GB Arbeitsspeicher. Speicherplatz gibt es mit 64GB genug, welcher sogar noch um 128 GB mithilfe einer Micro-SD erweitert werden kann. Der Dual-SIM Betrieb ist möglich, allerdings muss man sich zwischen zusätzlichem Speicher in Form einer  Micro-SD Karte oder einer zweiten SIM-Karte entscheiden. Der Akku ist mit 3.000 mAh oberer Durchschnitt und hält bei durchschnittlicher Nutzung  ca. 1,5-2 Tage.  Das AMOLED Display ist mit 1.080×1.920 Pixel hochwertig und sorgt für ein gutes Bild, beispielsweise beim Abspielen von Videos.

Das Smartphone läuft anfangs flüssig, nach ca. 1 Monat Testphase und der Installation diverser Apps kommt es vereinzelt zu kleineren Rucklern. Die Software enthält einige Features wie beispielsweise ein sogenannter Suspend Button, welcher, wie bei Apple am linken oder rechten  Rand platziert werden kann. So ist es möglich über den Touchscreen den Bildschirm zu sperren, Home-Butten und Zurück-Taste zu bedienen, aber auch den Bildschirm für die einhändige Bedienung zu verkleinern. Gleichzeitig ist die Software ein großer Kritikpunkt. Vor Allem in den Einstellungen ist zu beobachten, dass die Sprache nur teilweise vom Englischen ins Deutsche übersetzt wurde.  Für einen Teil der Bevölkerung stellt das vielleicht kein Problem dar, aber es ist ein Zeichen von unsauberer Arbeit.

Dass die Software noch nicht ausgereift ist, zeigen auch  Benchmarks von Geekbench. Das Testgerät erzielte  ohne zusätzlich installierte Software einen Wert von 2961, was noch unter dem Durchschnitt eines 2014 erschienenem Samsung Galaxy Note 4 liegt. Das in einem ähnlichem Preissegment liegende Galaxy S7 (ab 499 € erhältlich) überflügelt diesen Wert mit einem Benchmark von 5201 (http://browser.primatelabs.com/android-benchmarks Stand: 30.12.2016).

Besonderheiten

Das Handy nutzt für die Datenübertragung und zum Laden die noch weniger verbreitete Micro-USB-C Schnittstelle. Die Erfahrungen während der Testphase waren durchaus positiv, beispielsweise muss man nicht mehr darauf achten, ob man das Kabel „richtig herum“ einsteckt, wie das bei dem Micro-USB-Typ B noch der Fall war. Das benötigte Kabel ist selbstverständlich im Lieferumfang enthalten.

Eine weitere Besonderheit ist das Multilevel-Touch-Display, es ist dazu in der Lage verschiedene Druckempfindlichkeiten wahrzunehmen. Auf diese Weise kann beispielsweise auf dem Touchscreen der Telefon-Button etwas fester gedrückt werden, um direkt einen der letzten drei verwendeten Kontakte anzurufen oder einen neuen Kontakt hinzuzufügen. Berührt man den Button ganz normal, kommt man zum gewohnten Fenster, um ganz klassisch eine Telefonnummer zu wählen. Der im Homebutton integrierte Fingerabrucksensor erwies sich als sehr praktisch und funktioniert einwandfrei. Ebenso sehr positiv ist aufgefallen, dass bei der Verbindung mit dem PC, die Treiber über das angeschlossene Handy am  Computer installiert werden können. In diesem Punkt können sich andere Hersteller etwas abschauen.

Fazit

Bei dem Testgerät überzeugen vor allem die Kamera und das schicke Design, aber beispielsweise auch das Multilevel-Touch-Display erwies sich als sehr hilfreich. Allerdings dürfte das Smartphone Schwierigkeiten haben sich im Deutschland zu integrieren, das liegt beispielsweise an der unvollständigen Übersetzung der Software. Konkurrenten im Android Bereich wie Samsung, Sony oder Huawei erlauben sich keine derartigen Fehler. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Handy des rumänischen Herstellers  diverse Vorzüge hat, aber es noch Entwicklungspotential gibt.

Dieser Artikel wurde von einem Leser von uns geschrieben. Der Test ist meistens kürzer oder die Bilder sind etwas unschärfer als sonst 😉

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