Im Test: Das Tesoro Olivant Pro

Tesoro Gaming ist ein asiatisches Unternehmen für gaming Equipment. Heute im Test eines ihrer gaming Headsets aus der Olivant Serie. Das Tesoro Olivant Pro. 

Tesoro Olivant Pro

Das Tesoro Olivant Pro wird vom Hersteller hoch gelobt. Es wird mit sehr guter Klangqualität, ansprechendem Design und einem hohen Tragekomfort beworben. Ob das Olivant Pro all diesen Ansprüchen gerecht wird und was es sonst noch so alles zu bieten hat, erfahrt ihr hier in diesem Review!

Tesoro Olivant Pro

Tesoro Olivant Pro

Spezifikationen

Tesoro Olivant Pro Specs

Tesoro Olivant Pro Specs

Des weiteren Unterstützt das Olivant Pro virtuellen 7.1 Klang, aber dazu später mehr.

Lieferumfang

  • Tesoro Olivant Pro
  • Abnehmbares Mikrofon
  • USB 7.1 In-Line Control
  • Splitter Adapter Kabel
Tesoro Olivant Pro

Tesoro Olivant Pro Controller

Design und Verarbeitung

Das Olivant Pro ist, mit Ausnahme eines Tesoro Schriftzuges komplett in matt schwarz gehalten. Somit ist es schlichter als die meißten anderen Gaming-Headsets. Bis auf den Bügel besteht das Headset fast komplett aus Plastik. Der Hauptaspekt beim Design des Olivant Pro ist das Gewicht. An dieser Stelle muss man Tesoro wirklich Loben. Leicht ist dieses Headset auf jeden Fall… Das Problem hierbei ist, dass es sich so extrem „billig“ anfühlt, als wäre es aus einem Guss. Dazu kommt, dass die Ohrmuscheln fest mit dem Bügel verbunden ist. Auch das lässt das Olivant Pro nicht gerade hochwertiger wirken.

Positiv ist mir am Design vorallem der selbstanpassende Doppelbügel aufgefallen. Er besteht aus zwei Teilen, dem metallenen Bügel und einem elastischen mit Kunstleder überzogenen Band, welches die Kopfhörer an den Kopf anpasst.
Die Ohrmuscheln sind ebenfalls mit Kunstleder überzogen. Laut TESORO sollte die Polsterung aus Memory-Foam bestehen. Eine „Memory“ Funktion des verwendeten Schaumstoffes ist jedoch nicht nachvollziehbar. Vielmehr erscheint der hier versprochene „Memroy-Foam“ wie eine herkömmliche Schaumstofffüllung. Über ein Klicksystem sind die Ohrpolster mit den Treibergehäusen verbunden und können einfach ausgetauscht werden.

Klangqualität

Besonders wichtig bei einem Gaming-Headset ist die Möglichkeit heraus hören zu können aus welcher Richtung ein bestimmter Sound kommt. Mit Hilfe der integrierten C-Media Soundkarte ist das Olivant Pro in der Lage einen virtuellen 7.1 Klang zu simulieren, ohne dabei auf eine anderweitige Soundkarte zurückgreifen zu müssen. In Battlefield und anderen Shootern fallen einem aber doch negative Aspekte beim Klang auf. Zwar ist einigermaßen gut herauszuhören, aus welcher Richtung Geräusche kommen, jedoch fehlt mir das Gefühl ‚mitten im Geschehen‘ zu sein.

Der Dynamik Bereich des Olivant Pro’s ist positvi aufgefallen. Die Unterschiede zwischen hohen und tiefen Tönen sind klar herauszuhören. An dieser Stelle hat Tesoro einen guten Mittelwert gefunden. Wenn man sich die Höhen und Tiefen jedoch genauer anghört, fällt schnell auf, dass Bässe zwar vorhanden aber nicht wirklich gut ausgeprägt sind. Gleiches gilt für die Höhen.
Die Lautstärke reicht vollkommen aus und ich musste kein übersteuern in den hohen Tönen feststellen, wenn die Lautstärke dann doch mal aufgedreht wurde.

Die Ohrmuscheln isolieren gut, sodass Hintergrundgeräusche ausreichend gut ausgeblendet werden. Geräusche beim anfassen und bewegen des Kabels sind kaum vorhanden, jedoch sollte man nicht das Gehäuse an sich berühren… Laute und deutlich hörbare, störende Töne sind Standart beim berühren des Gehäuses oder dem Bügel.

Software

Als Plug and Play-Gerät kann das Olivant Pro jederzeit verwendet werden. Um jedoch das virtuelle 7.1 Klang-Feature nutzen zu können, müssen erst die passenden Treiber installiert werden. Diese sind direkt über die Tesoro Produktseite herunterzuladen.
Der sogenannten C-Media Treiber bietet ein eigenes Konfigurationsinterface, unteranderem einem Equalizer und Mikrofonkonfigurationen.

Die Installation des Treibers lief soweit problemlos ab. Jedoch muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass die Treiber meinen Dell XPS 15 zu einem Bluescreen gebracht haben, als ich das Headset aussteckte… Woran das lag, kann ich nicht genau sagen.

Mit den Treibern kann man noch etwas mehr aus dem Headset heraus kitzeln, jedoch gilt hier: Viel hilft nicht viel. Wie bei jedem Euqualizer macht man sich schnell den Klang kaputt, wenn man ‚an den Knöppen dreht’… Auch der virtuelle 7.1 sound bringt nur minimale Verbesserungen in Sachen Klangqualität.

Mikrofonqualität

Tesoro Olivant Pro

Mikrofonstecker

Das Mikrofon befindet sich beim Olivant Pro auf der linken Seite und ist abnehmbar, für den Fall dass man es mal nicht braucht. Dies ist relativ gut gelöst.

Es ist vollkommen normal, dass Headset Mikrofone nicht vergleichbar sind mit einem Kondensatormikrofon oder Ähnlichem. Doch im Jahr 2017 kann man selbst aus so kleinen Mikrofonen viel heraus holen… Dies ist Tesoro bei dem Mikrofon des Olivant Pro definitiv nicht gelungen. Die Qualität ist erschreckend schlecht. Man kann zwar verstehen was gesagt wird und da es ein indirektionales Mikrofon ist, werden auch Hintergrundgeräusche gut ausgeschlossen, jedoch klingt es extrem Dumpf. Rauscharm aber viel zu dumpf.

Komfort

Auch nach langen Gaming-Sessions ist das Olivant Pro noch gut tragbar und nicht wirklich ungemütlich. Ich habe zwar definitiv schon gemütlichere Headsets auf dem Kopf gehabt, jedoch muss man hier auch den Preis mit in Betracht ziehen.
Der elastische Bügel  verhindert das häufige drücken auf dem Kopf, was mir sehr positiv aufgefallen ist. Die Ohrmuscheln sind aufgrund des mit Kunstleder überzogenen Schaumstoffes ebenfalls bequem und absolut tragbar.

Tesoro Olivant Pro

Elastisches Kopfband

Preis

Erhältlich ist das Olivant Pro bei verschiedensten Anbietern zwischen 45 und 60 Euro. Ein meiner Meinung nach fairer Preis, für das was man bekommt. Preis/Leistung in Ordnung.
Einen Preisvergleich findet ihr hier.

Übersicht

16 | Fotograf | Videograf | Technik-Freak

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