Getestet: Aukey Power Bank 30000mAh

Elektronische Helfer sind im Alltag immer an unserer Seite. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn Unterwegs der Strom ausgeht. Hierfür gibt es eine ganze Reihe an Power Banks auf dem Markt, und aus der Masse sticht die Aukey 30000mAh Power Bank mit USB-C-Anschluss und Power Delivery deutlich heraus. Getestet wurde das Modell PB-Y7.

Große Abmessungen, große Ladung

Das erste was bei der Aukey Power Bank auffällt, sind die Abmessungen. Mit 150x82x30mm gehört dieser Akku zu den größeren Vertretern der Stromspeicher für Unterwegs. Dies ist der enormen Nennladung von 30Ah geschuldet, die Akkuzellen brauchen nun einmal ihren Platz. Diese schlagen sich auch im Gewicht von 578g nieder. Wer aber ein Fliegengewicht sucht ist hier von vornherein an der falschen Stelle. Die Aukey Power Bank punktet deutlich mit Ausstattung und Nennladung.

Die Power Bank ist komplett in schwarz gehalten, lediglich die farbigen USB-A Ports an der Vorderseite setzen sich vom dunklen Gehäuse ab. Neben diesen ist ein USB-C Port vorhanden, welcher sowohl aus Aus- als auch als Eingang für Strom genutzt werden kann. Nur fürs Laden befindet sich zusätzlich ein Micro-USB-Anschluss am Gerät. Zum Wiederherstellen der Ladung kann also ein Smartphone-Ladegerät genutzt werden – unabhängig davon ob USB-C oder Micro-USB.

Aukey Power Bank 30000mAh Anschlüsse

Die Anschlüsse der Power Bank auf einen Blick. 2xUSB-A, ein MicroUSB zum laden und ein USB-C-Anschluss.

Die sich ebenfalls an der Vorderseite befindliche LED ist ein nettes Gimmick. Sie ist überraschend hell, und gerade im Outdoor-Einsatz, z.B. beim Camping, durchaus nützlich.

Auf der vom Aukey-Schriftzug gezierten Oberseite findet sich ein Schalter, über den die Power Bank aktiviert werden kann. Dabei befindet sich eine Mehrfarben-LED im Schalter, deren Farbe den aktuellen Ladezustand anzeigt. Ist die Power Bank komplett geladen, pulsiert die LED weiß, befindet sich der Ladestand zwischen 70% und 30% pulsiert sie grün, und ist der Akku fast leer, rot. Auch beim Aufladen wird hierüber der Fortschritt abgelesen. Findet der Ladevorgang statt, leuchtet sie durchgehend grün, ist der Akku voll leuchtet die LED weiß und signalisiert so das Ende des Ladevorganges.

Dieser Einsatz der LED im Schalter ist eine nette Abwechslung, da bei anderen Power Banks oftmals eine Reihe aus mehreren LEDs verwendet wird, um die verbleibende Restladung anzuzeigen.

Auf der Unterseite findet sich der Produktname sowie die maximale Nennladung der Power Bank, außerdem findet man hier weitere technische Details wie die unterstützten Eingangs- sowie Ausgangsspannungen.

Alles in Allem ist das Gehäuse der Power Bank schlicht gehalten. Das Plastik fässt sich angenehm an, trotz der großen Abmessungen liegt die Power Bank aber noch gut in der Hand; hierzu sei gesagt dass ich relativ große Hände habe. Jemand mit kleineren Händen kann hier evtl. Probleme haben, den Akku für längere Zeit zu halten. Dies ist aber kein Designproblem sondern lediglich eine Tatsache, die der Größe der Akkuzellen geschuldet ist.

Ansonsten ist das Gehäuse sehr gut verarbeitet. Es gibt keine sonderlich großen Spalte an den Gehäuserändern und es knarzt nichts wenn man Kraft auf die Power Bank ausübt.

Das Einzige was möglicherweise als Mängel auszulegen wäre ist die Einlassung der Front-Maske in welcher sich die Aussparungen für die USB-Anschlüsse befinden. Hier gibt es links und rechts an den Seiten, wo das Plastik in das des restlichen Gehäuses übergeht eine kleine mit den Fingern fühlbare Kante. Dennoch sitzt alles fest, dies beeinträchtigt also nicht die Qualität der Verarbeitung.

Auch große Geräte können ohne Probleme geladen werden

Aukey Power Bank USB-C Power Delivery

Dank USB-C und Power Delivery lassen sich sogar dafür ausgelegte Notebooks laden.

Auch auf der technischen Seite hat die Aukey Power Bank viel zu bieten. Sie gehört zu den wenigen Produkten auf dem Markt, die einen USB-C-Anschluss besitzt und damit durchaus als

Zukunftssicher bezeichnet werden darf. Besonders positiv ist hier, dass der USB-C-Anschluss den sogenannten „Power Delivery“-Standard unterstützt. Dies ist eine Technik, bei der Stromgeber und -nehmer aushandeln, wie viel Strom nun benötigt wird und dann eine entsprechende Übertragung stattfindet. Hierbei kann die Spannung bis auf 20V gesetzt werden, maximal können so 100W Strom übertragen werden.

Dies bedeutet im Endeffekt, dass damit auch stromintensive Geräte wie die neue Nintendo Switch oder auch das neuste Apple Macbook geladen werden können.

In einem kurzen Test konnte ich mich hiervon selbst überzeugen. Beim spielen des bisher grafisch forderndsten Titels auf der Nintendo Switch (sprich TLOZ Breath Of The Wild) wurde der Akku der Konsole beim spielen noch geladen. Dies ist etwas, was längst nicht mit allen USB-C-Netzteilen möglich ist, geschweige denn mit allen verfügbaren Power Banks.

Aufs schnelle Laden kommt es an – Quick Charge 3.0 mit an Bord

Neben dieser USB-Spezifikation unterstützt der Aukey Akku auch Qualcomms Quick Charge 3.0, welches insbesondere in Smartphones Verwendung findet. Dies ermöglicht, ähnlich wie Power Delivery, mehr Strom als gewöhnlich auf das Kabel zu geben und so mehr Ladung in einer kürzeren Zeit auf das angeschlossene Gerät zu bekommen. Damit ist das Telefon dann bereits nach einer kurzen Zeit wieder ohne angeschlossenes Kabel benutzbar.

Eine Kombination dieser beiden Ladestandards ist bei heutigen Power Banks nur schwer zu finden, und Aukey hat damit auf jeden Fall den richtigen Riecher gehabt.

Neben diesen beiden etablierten Standards hat Aukey dem Akku eine hauseigene Technik namens AiPower spendiert, welche auch bei allen anderen Geräten die höchste unterstützte Stromstärke auf den Kabeln anlegen soll um so die Ladezeit zu minimieren.

Voll geladen in 4 bis 12 Stunden – je nach Netzteil

Bei einer Nennladung von 30000mAh heißt es dann natürlich auch, dass es entsprechend lange dauert, diese Power Bank aufzuladen. Der Hersteller gibt die Ladedauer via USB-C in der beiliegenden Gebrauchsanweisung mit 4 Stunden an. Diesen Wert kann ich so grob bestätigen. Ich habe es selbst mit einem USB-C Ladegerät getestet (welches allerdings nur bei 15V und 2,6A lädt, also nicht die mögliche Stromstärke von USB-C ausschöpft), und kam dabei auf eine Ladedauer von 4 Stunden 59 Minuten um die Power Bank komplett zu laden. Nutzt man ein 20V Ladegerät kommt man so auf die 4 Stunden.

Das Laden über ein Micro-USB Netzteil dauert natürlich dementsprechend länger, da hier weniger Strom anliegt. Doch auch hier hat sich Aukey etwas einfallen lassen. Man kann zum Laden der Power Bank Strom sowohl über Micro-USB als auch über den USB-C-Port anlegen, um den Akku schneller wieder geladen zu haben. Dies reduziert die Gesamtladezeit laut der beiliegenden Anleitung auf ca. 8 Stunden, wenn über das USB-C-Kabel 4 Ampere bei 5 Volt kommen. Mit Micro-USB alleine dauert es ca. 12 Stunden.

Fazit

Alles in allem kann man sagen, dass Aukey mit dieser Power Bank an jeder Front überzeugt. Die Nennladung von 30000mAh ist gigantisch, und mit einem entsprechenden Ladegerät ist der Akku auch schnell wieder auf 100% geladen. An den vorhandenen USB-Ports kann man bis zu 3 Geräte gleichzeitig laden und die Standards Qualcomm Quick Charge 3.0 sowie Power Delivery werden unterstützt, womit sich die Aukey Power Bank für so ziemlich jeden Einsatzfall eignet – ob jetzt das Telefon oder das neue Notebook mit USB-C-Anschluss Strom benötigt (sofern vom Notebook unterstützt).