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Die beste Home-Cloud NAS im Test: Die Synology 1019+

von Nils Ahrensmeier

Die Synology 1019+ ist die neuste Home Consumer NAS als Nachgänger der DS1517+. Doch ist es ein Upgrade wert, oder sollte man beim alten System bleiben?

In diesem Bericht möchte ich nur die NAS selbst vorstellen und einen Vergleich zum Vorgänger 1517+ ziehen. Für allgemeine Angaben und Informationen zu NAS Systemen oder dem Betriebssystem, sehen Sie bitte den vorherigen Bericht :

>> Testbericht: Synology 1517+ NAS<<

Produktbilder

Vergleich zum Vorgänger

Der neue Synology 1019+ macht in vielen Bereichen einen Schritt nach vorne. Er hat durch seinen neuen Prozessor im Vergleich zum alten mehr Leistung für eine schnellere Codierung der bestehenden Daten zum Streamen von 4k Inhalten. Etwas seltsam ist hier die Wahl der Upgrade-Fähigkeit und Ports. Im Vergleich zum alten DS1517+ hat man nun fest von Werk aus 8GB RAM anstelle von 4 + einen extra Slot zum upgraden. Anstelle des Ram Slots begrüßen uns nun 2 NVME Slots auf der Unterseite des Gerätes. Diese dienen zur Auslagerung vom Cache auf ein schnelleres Medium für bessere Zugriffs- und Schreib-Raten. Bei dem Vorgänger war dies auch möglich, allerdings musste man hier eine Erweiterungskarte als PCI-E Karte (iesj) kaufen. Dieser Slot fehlt komplett. Dies ist schade zu sehen, da man damals in der Lage war hier eine 10Gbe Karte als Alternative zu verbauen. Wir haben zwar nun die Möglichkeit einen Cache zu erzeugen, der 1GB/s vertragen kann. Allerdings keine Möglichkeit so schnell Daten an das System zu leiten, da die normale 1GB Verbindung für RJ45 nur 110mb/s oder per Link Aggregation 220mb/s mit macht. Die Entscheidung keinen 10GBe Anschluss zu Verbauen ist in meinen Augen die Falsche Wahl gewesen, da man sonst endlich beide Möglichkeit hätte verbinden können. So besitzt man nun nur einen schnellen Cache.

Des Weiteren fehlt nun ein SATA Anschluss auf der Rückseite, sowie weitere Lan Ports. Vermutlich waren nicht genug Lines auf dem Mainboard frei um alles unter zu bekommen ohne ein größeres Case zu nehmen. Es ist jedoch sehr schade. Die Ausbaumöglichkeiten durch fehlende SATA Ports ist vermindert, da nun nur noch 1 DX517 angeschlossen werden kann anstelle von 2 und es fehlen 3 Lan Ports, da man sonst zumindest eine Aggregation mit 5 hätte starten können um den fehlenden 10GBE ausgleichen zu können.

Im Allgemeinen kann ich die Wahl verstehen, da vermutlich die wenigstens ein 10gbe Netzwerk haben in 2019 und die meisten eher einen Nutzen aus den NVMEs ziehen, allerdings hätten Sie sich hier wirklich als Profi NAS von der Konkurrenz noch weiter absetzen können.

Multi 4K Streaming

Synology wirbt stark mit der Möglichkeit mehrere 4K Signale gleichzeitig für Streamer im Netzwerk codieren zu können. Hier ist es egal, ob man das eigene DS Video oder Plex nutzt. Auch Downscaling für 1080p Geräte übernimmt das Gerät mühelos um das Streaming Gerät zu entlasten.

Doch funktioniert es auch so reibungslos wie angepriesen? Ja.

Als Test habe ich im Haushalt 1 TV mit 4K und einen weiteren mit 1080p 2 Filme in 4K ansprechen lassen. Dies lief sehr gut. Als weiteren Test habe ich dann über meine Internetverbindung bei einem Freund per DynDNS eine weitere 4K Quelle auf einen 4K Fernseher starten lassen. Die CPU war sehr gut ausgelastet, aber Sie hat es noch gepackt. Bedenken Sie bitte, dass es hier vom Vorteil ist, wenn es einen soliden Router, mehrere Lan Ports für Traffic Verwaltung und eine schnelle Internet-Anbindung für den externen User gibt.

In meinem letzten Test beschrieb ich, dass DS Video besser funktioniert als Plex. Die Aussage trifft mittlerweile nicht mehr zu. Die beiden Anwendungen sind mittlerweile gleichwertig von der Performance her. Da auf den meisten Smart TVs auch von Hause aus Plex installiert ist, wird es hier sehr wahrscheinlich auch den meisten Nutzen beziehen.

Anschlüsse & Verarbeitung

Bei dem Synology DS 1019+ finden wir wie beim Vorgänger auf der Front 5 verschließbare 3,5“HDD Slots. Diese sind von der Federung leider wie die vom letzten Jahr. Hier kann es möglich sein diese leicht zu verklemmen, wenn die HDD nicht ganz nach Hinten geschoben wurde. Daher immer einen breiteren Griff beim Einstecken wählen anstatt die Einrastung über die Klappe zu lösen.

Auch die Lüfter auf der Rückseite haben sich leider nicht verändert. Es sind immer noch die selben lauten Lüfter vom Vorgänger Modell. Ich empfehle also diese relativ schnell gegen eine Alternative von Noctua auszugleichen. Die sehen zwar immer etwas doof aus mit der Braun Beigen Farbe, aber sie sind im einiges Leiser ohne an Effizienz einzubüßen.

Auf der Unterseite des 1019+ finden wir nun auch noch 2 NVMe Slots. Hier fällt auf, dass nun kein direkter Zugriff auf die RAM Riegel mehr möglich ist. Um die RAM Module zu tauschen muss hier das Gehäuse geöffnet werden.

Zu guter Letzt gibt es 2 Lan Ports, einen USB und 1 SATA Erweiterungs-Slot für die XX Einheit. Mehr hierzu finden Sie im Abschnitt Vergleich zum Vorgänger.

Allgemein macht die DS1019+ wie gewohnt einen guten und hochwertigen Eindruck. Nichts anderes kennen wir hier von Synology.

DS1019+ als Windows Server

Bei dem Vorgänger war dies zwar auch möglich, ich möchte es hier allerdings erneut aufgreifen.

Da wir nun direkt integrierte NVMe Technologie nutzen können und einen stärkeren Prozessor, sowie bis zu 16GB RAM haben, läuft ein Windows Server viel besser als vorher.

Was früher mehr als Verwaltungsmöglichkeit für etwas wie Ärzte-Häuser war ist mittlerweile eine Alternative für etwas größere Verwaltungsprozesse, falls man sich nicht in das Synology OS einarbeiten möchte. Als Render oder Video Editing Server eignet es sich aber dennoch nicht, da keine dedizierte Grafikkarte installiert ist.

Fazit
  • 9/10
    Benutzerfreundlichkeit - 9/10
  • 9/10
    Zukunftssicherheit - 9/10
  • 8/10
    Extras - 8/10
  • 10/10
    Leistung - 10/10
  • 9/10
    Preis - 9/10
9/10

Zusammenfassung

Für den Preis von kapp 700€ kann man, wenn man eine NAS sucht nichts falsch machen. Die 1019+ hat die Leistung ein Heimnetzwerk zu seinen Gunsten zu gestalten. Es ermöglicht die private Home Cloud und das Streamen mehrerer 4K Quellen. Doch wer bereits eine 1517+ hat, benötigt dieses Update nicht umbedingt. Des Weiteren finde ich es immer noch sehr schade, dass die Möglichkeit eines 10Gbe Netzwerkes nicht mehr möglich ist.

1 Kommentare
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1 Kommentare

Bernhard 29. Juli 2019 - 8:17

[…] 1GB/s vertragen kann. Allerdings keine Möglichkeit so schnell Daten an das System zu leiten, da die normale 1GB Verbindung für RJ45 nur 110mb/s oder per Link Aggregation 220mb/s mit macht. Die Entscheidung keinen 10GBe Anschluss zu Verbauen[…]
Häää? Er meinte wohl 1Gb/s (~125GB/s [ohne Overhead-Betrachtung]- lese: 1 Gigabit pro Sekunde entspricht ungefähr 125 Mega-Byte pro Sekunde. 1 Byte = 8 bit).
EINHEITEN MANN! Und was soll das sein: mb/s ? Milibit pro Sekunde? Das gibt es gar nicht.
Dementsprechend heisst der Standard auch 1GbE – Gigabit Ethernet – und nicht “1GBe”.
10GbE wäre dann 10 Gigabit pro Sekunde. In Byte ~1250 MB/s.

Groß- und Kleinschreibung ist WICHTIG hier. Als auch die Umrechnung bit (b) zu Byte (B): 8bit = 1Byte.

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