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Smartwatch mit physischem Ziffernblatt – die Skagen Hagen Connected

von Nils Ahrensmeier

Smartwatches gibt es inzwischen wie Sand am Meer, ob von LG, Huawei, Samsung oder gar Apple. Dabei herrscht ein einheitliches Bild: alle Smartwatches, egal ob rund oder eckig haben ein Display – aber Skagen zeigt uns, dass es auch anders geht. Der dänische Uhrenhersteller ist schon lange bekannt für seine qualitativ hochwertigen Uhren, die ganz besonders mit ihrem schlichten Design punkten können. Diesen Trend setzt auch die Skagen Hagen Connected Hybrid Smartwatch gekonnt fort. Aber warum Hybrid Smartwatch? Ganz einfach – die Hagen Connected verfügt wie jede andere Smartwatch über Bewegungssensoren, ein Bluetooth-Modul und sowohl visuelle als auch haptische Benachrichtigungen – mit einer Ausnahme: sie hat ein physisches Ziffernblatt.

Unboxing

Die Hagen Connected kommt in einer ansehnlichen kleinen Box, die schon sofort zu erkennen gibt, dass es sich nicht etwa um eine gewöhnliche Skagen handelt. Wenn man die Pappummantelung entfernt, kommt eine elegante grau-blaue Schmuckbox aus Hartpappe zum Vorschein, in welcher wir die Uhr finden. Und obwohl die Box nur aus Hartpappe ist, fühlt sie sich genau so an, wie sie aussieht – wertig. Beim öffnen der Box kann man nur von einem gelungenen ersten Auftritt sprechen: gebettet auf einem Kissen erblickt man sofort das schlichte nordische Design der Skagen.

Bild vom Hersteller

Bestellbar ist die Hagen Connected in vier verschiedenen Ausführungen: 

  • Goldener Rahmen, blaues Ziffernblatt und braunes Lederarmband
  • Rahmen aus Titan, schwarzes Ziffernblatt, ockerfarbenes Lederarmband
  • Silberner Rahmen, grau-blaues Ziffernblatt und dunkelbraunes Lederarmband
  • Silberner Rahmen, weißes Ziffernblatt und schwarzes Lederarmband
Smartwatch mit physischem Ziffernblatt - die Skagen Hagen Connected

Bild vom Hersteller

Minimalistisches Design

Zurück zum Design an sich: das Ziffernblatt ist sehr einfach gehalten. In der Mitte rechts ist noch einmal der Schriftzug Skagen Connected zu finden, auf der linken Seite ist ein weiterer kreisförmiger Bereich mit Zeiger zu finden. Dieser zeigt nicht etwa die Sekunden an, sondern ist in zwei Teile gesplittet: der rechte Teil der Kreises zeigt den Fortschritt des eigens wählbaren Schrittziels an, der linke Teil ist seit einem Softwareupdate seitens Skagen Anfang des Jahres regelrecht nutzlos geworden. Dieser nun nutzlose Teil der Uhr ist in vier Sektoren bzw. “Prioritäten“ geteilt. So konnten verschiedene Apps den Prioritäten zugeordnet werden. Hatte eine dieser ausgewählten Apps eine Benachrichtigung zu vermelden, stellte sich der zuständige Zeiger auf die ausgewählte Priorität. Diese Option wurde dem Nutzer nun leider vorweg genommen – Nachrichten werden jetzt anders signalisiert, darauf werde ich aber später zurückkommen. An der rechten Seite der Uhr befinden sich zudem drei frei belegbare Knöpfe, die beispielsweise eure Musik steuern können oder die Datumsanzeige aktivieren. Beim Design ist mir ein letzter Aspekt positiv aufgefallen: alle Uhrarmbänder von Skagen verfügen über einen speziellen Mechanismus, der das Wechseln einer Armbandes deutlich erleichtert. So werden keinerlei Werkzeuge benötigt. Man findet an beiden Enden der Armbandteile einen kleinen Schieberegler, den man zurückzieht und wenn das Armband eingerastet ist einfach loslässt. Erwähnenswert ist auch, dass einige Leute die Uhr als zu Dick empfinden, ich persönlich habe jedoch kein Problem mit den Maßen der Uhr.

Smartwatch mit physischem Ziffernblatt - die Skagen Hagen Connected

Bild vom Hersteller

Einrichtung

Die Hagen Connected wird über eine App mit dem Smartphone verbunden. Diese App ist sowohl für iOS als auch für Android erhältlich. Die App, bei welcher ihr euch anmelden müsst, zeigt euch alle wichtigen Schritte, sodass ihr in Nullkommanix die Uhr und euer Smartphone gekoppelt habt. Und das war’s auch schon zur Einrichtung.  Abschließend will die App nur noch ein paar Fitnessdaten wie Größe, Gewicht oder Schrittziel wissen. Über diese App könnt ihr die komplette Uhr anpassen, also die drei Knöpfe mit Funktionen belegen, eine zweite Zeitzone auswählen, einen Wecker stellen, die Schlaf- und Laufanalyse einsehen und so weiter.

Die passende App:

‎Skagen Connected
Preis: Kostenlos
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Preis: Kostenlos

Tägliche Benutzung

Ich nutze die Hagen Connected nun seit September 2017 und mir sind sowohl positive als auch negative Aspekte bei der Langzeitnutzung aufgefallen. So ist der Rahmen aus Edelstahl leider besonders anfällig für Kratzer. Das fällt besonders beim genaueren Betrachten der Uhr auf. Auch denke ich, dass es ein schlechter Schritt von Skagen war, die Prioritätenskala nutzlos zu machen. Nachrichten werden nun wie folgt angezeigt: man kann verschiedene Apps den Zahlen 1-12 zuweisen, bekommt eine ausgewählte App eine Benachrichtigung, so vibriert die Uhr und Minuten sowie Stundenzeiger stellen sich in einer Linie auf die zugewiesene Zahl. Im Alltag habe ich dieses Feature sehr genossen, da man so sehr dezent auf eingehende Nachrichten oder Anrufe hingewiesen wird – was jedoch bei der ursprünglichen Skala nicht anders war. Auch die Schrittziel-Skala ist ein meiner Meinung nach gelungenes Designelement, durch welches man schnell den Überblick über den eigenen Fortschritt gewinnt. Des weiteren sind die drei frei belegbaren Tasten außerordentlich angenehm zu benutzen. Ich persönlich habe die drei Buttons zur Musiksteuerung benutzt (Lauter; Leiser; Play/Pause/Vor/Zurück). Auch diese Funktion möchte ich nicht mehr missen, da ich so schnell und ohne hinzugucken meine Musik kontrollieren konnte.

Extrem lange Akkulaufzeit

Dazu ist ein weiterer Vorteil von Hybrid-Smartwatches im allgemeinen hervorzuheben: die enorm lange Akkulaufzeit. Seit dem ersten Einschalten der Hagen Connected musste ich nicht ein mal die Batterie wechseln. Der Hersteller gibt als Akkulaufzeit 6 Monate an, die ich jetzt schon überschritten habe. Im Vergleich zur LG Watch Urbane, die ich täglich laden musste, ist das eine beachtliche und angenehme Laufzeit. Als Batterie kommt eine CR2430 Lithium-Zelle zum Einsatz.

Angenehmes Weck-Feature

Ein weiteres nett gemeintes Feature, dass leider nicht immer sein Ziel erreicht, ist das Wecken durch Vibration. War ich in einer Tiefschlafphase konnte die Uhr noch so sehr vibrieren – ich wurde nicht wach. Hier kommt es natürlich drauf an, ob ihr eher leicht oder schwer zu wecken seid, aber ich kann mich nicht auf die Hagen Connected als eigenständigen Wecker verlassen. Umso besser funktioniert das Schlaftracking, durch welches ich bei Interesse im Nachhinein gucken konnte, wie ich denn geschlafen habe.

Fazit:

Die Skagen Hagen Connected ist eine durch und durch gelungene Hybrid Smartwatch, die nur durch ein stabileres, flacheres Gehäuse und einen stärkeren Vibrationsmotor verbessert werden könnte. Jedoch überzeugt sie mit sinnvollen, größtenteils gut funktionierenden Features, die ich mir in zukünftigen Smartwatches auch noch wünsche. Ihre schlichte Eleganz, die starke Batterielaufzeit und der Preis, welcher derzeit zwischen 129€ und 219€, je nach Ausführung liegt, machen diese Smartwatch sehr attraktiv.

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