Edles Design und Pfeilschnell – Das LG G7 ThinQ

LG bringt mit dem G7 ein neues Flaggschiff auf den Smartphone Markt. Dabei wurde neben der äußerst leistungsstarken Hardware ein AI Button in das Gerät integriert, ein IPS Panel als Display verwendet und natürlich fehlt auch die Notch nicht. Wie das Gerät nach zwei Wochen Nutzung abgeschnitten hat, wollen wir euch berichten.

Design

Wer die Smartphones von LG kennt, den wird das G7 ThinQ ein wenig an das LG V30 erinnern. Dieses war zwar größer, aber der Hersteller scheint das Design dieser Serie auf die G Serie zu übertragen. Und das mit Recht: Das LG V30 war eines der besten Smartphones im Jahr 2017. In unseren Augen eine klug Entscheidung, denn sehr viele werden sich an das Design erinnern und es sieht auch wirklich sehr gut aus!

Das Smartphone liegt sehr gut in der Hand, auch wenn es etwas schwer ist. In unseren Augen kein negativer Punkt – dadurch wirkt es sehr hochwertig. Die Oberfläche auf der Vorder- und Rückseite sind aus Glas. In Kombination mit den Rändern aus Metall und den abgerundeten Ecken fühlt es sich für den Nutzer in der Hand angenehm an. Auch die Anhänger von eckigen und kantigen Smartphones werden nicht leugnen können, dass rundes Design einfach besser in der Hand liegt. Die Rückseite ist, auch wenn sie aus Glas besteht, nicht rutschig und man hat nicht ständig Angst, dass das LG G7 aus der Hand gleiten könnte. Einziger Nachteil: Fingerabdrücke sind sehr schnell auf der Rückseite zu sehen, was aber jedem klar sein sollte, da das Material diese Eigenschaft nun einmal mit sich bringt.

Eine weitere Neuheit: Das LG G7 ThinQ wurde mit einem AI Button für den Aufruf des Google Assistant ausgestattet. Unabhängig davon ob das Gerät ein- oder ausgeschalten ist, ruft man mit einer Betätigung von diesem den Google Assistant auf. Da dieser inzwischen sehr mächtig und weit entwickelt ist, ist diese Funktion in unseren Augen sehr vielseitig einsetzbar. Der Knopf sieht aus wie der Powerbutton, befindet sich jedoch auf der linken Seite des Geräts, unmittelbar unter der Lautstärken Taste. Auf der rechten Seite wurde der Power Button integriert.

Edles Design dank Glas Rückseite und zusätzlicher Google Assistent Button

Geladen wird das Gerät mit USB-C und auch ein AUX Anschluss wurde von LG im G7 integriert. Da dieser in heutiger Zeit nicht mehr Standard ist, werden sicher viele User aufatmen. Auf der Unterseite befindet sich weiterhin ein einzelner Lautsprecher.

Nur um es angesprochen zu haben: Auch LG hat beim G7 ThinQ eine Notch verbaut. Die zusätzlichen Millimeter am oberen Rand des Display lassen sich jedoch auch deaktiviere, was die Notch unsichtbar macht. Warum LG ebenfalls auf diesen Zug aufgesprungen ist, ist in nach uns nicht ganz nachvollziehbar, jedoch scheinen mehr und mehr Hersteller diesem „Trend“ zu folgen.

 

Display

Warum ein IPS Panel statt OLED?

Eine sehr interessante Entscheidung, die LG bei der Wahl der Display Technologie getroffen hat: Statt einem OLED Panel, wie wir es von den Top-Smartphone der Konkurrenz gewohnt sind, wurde ein IPS Panel verbaut. Dabei sind IPS Displays OLED Displays in der Intensität der Farben und im Kontrast unterlegen. Auch die Steuerung benötigt bei dieser Technologie mehr Platz, was bedeutet, dass das Handy dadurch etwas dicker wird.

Super für Draußen 

Trotzdem konnte uns das Display mit seiner Helligkeit überzeugen. Der Hersteller gibt eine Helligkeit von 1000 nit an. Auch bei Sonneneinstrahlung kann man den Inhalt des G7 noch gut erkennen. Natürlich spiegelt das Display – jedoch ist das ganz normal. Die Farben werden jedoch noch treu wiedergegeben und die Bedienung gelingt problemlos. Für den Sommer am See oder einfach bei schönem Wetter in der Stadt ist das LG G7 sehr gut geeignet.

Selbst bei starker Sonneneinstrahlung ist auf dem Display des LG G7 noch noch alles gut lesbar

Störend bei Nacht

Ein großer Nachteil der IPS Technologie: Es ist nie ganz dunkel. Die Always-On-Anzeige, standardmäßig aktiviert ist, ist an sich eine sehr gute Idee. Man kann dadurch immer die Uhrzeit und das Datum ablesen, auch wenn das Handy gerade gesperrt ist. Sollte es jedoch dunkel sein, wird bei einem IPS Panel das Schwarz außen rum nicht komplett schwarz dargestellt – es leuchtet leicht. Wer bei sowas empfindliche Augen hat, sollte diese Funktion des Handys deaktivieren oder das Handy beim Schlafen umdrehen.

Performance

LG hat das G7 mit der besten Hardware ausgestattet, die momentan am Markt verfügbar ist. Die Rechenleistung wird dabei vom Snapdragon 845 Prozessor zur Verfügung gestellt. Weiterhin wurden 4GB Arbeitsspeicher verbaut und es befinden sich 64GB ROM Speicher an Bord. Außerdem gibt es eine Version mit 6GB Arbeitsspeicher und 128GB Speicherchip, was eine ganze Menge an Power ist!

Unschlagbare User Experience dank leistungsstarker Hardware

Egal welches Spiel wir auf dem Gerät getestet haben – die Hardware hat uns nie im Stich gelassen. Animationen sehen sehr flüssig aus und es gab keine Anwendung, die das G7 in die Knie zwingen konnte. Schaltflächen reagieren sehr schnell und das gesamte Benutzererlebnis fühlt sich rund und flüssig an. Die Hardware im Hintergrund besitzt genug Power, dass es keinerlei Startprobleme oder -verzögerungen beim Start von Anwendungen gibt und es macht wirklich Spaß mit dem Smartphone zu arbeiten.

Detailreiches Vibrations-Feedback

Der Vibrationsmotor des LG G7 verdient eine besondere Würdigung. Wer dieTaptic-Engine von Apple kennt, der ab dem iPhone 7 verbaut wurde, weiß, dass es große Unterschiede in der Vibration von Smartphones gibt. Das G7 unterscheidet sich hierbei von Großteile der Geräte der anderen Smartphone Hersteller. Es wurde ein Motor gewählt, der unterschiedliches Vibrations-Feedback geben kann. Dabei kommuniziert das Gerät mit dem User indem es ihn zum Beispiel spüren lässt, dass der falsche Finger auf den Scanner gelegt wurde. Detail-verliebte Benutzer werden diese Funktion zu schätzen wissen und sie nicht mehr missen wollen!

Akku

Beim Akku hat LG etwas gespart. Auf dem Papier besitzt dieser eine Kapazität von 3000mAh. Sogar der Vorgänger, das G6, war dabei stärker ausgerüstet. An sich ist diese Zahl nicht schlecht – jedoch sind in den Flaggschiffen der Konkurrenz größere Zellen verbaut. Dies macht sich auch in der Ausdauer des LG G7 bemerkbar. Bei normaler Nutzung hält man damit leicht einen Tag durch. Bei intensiverem Gebrauch sollte man das Ladegerät oder die Powerbank vielleicht mit dabei haben, falls das Smartphone mal schwach machen sollte. Was man dem Hersteller jedoch hoch anrechnen sollte: Das Gerät ist dank Qualcomms Quick Charge 4.0 Technologie sehr schnell wieder mit Strom betankt. Auch kabel loses Laden wird vom G7 unterstützt, wodurch der Nutzer beim Aufladen flexibel ist.

Die Kamera

Die Dual Hauptkamera des LG G7 ThinQ schießt Bilder mit 16 Megapixeln pro Sensor. Solange das Licht passt, also vor allem bei guter Sonneneinstrahlung, knippst das Smartphone wirklich sehr ansehnliche Bilder. Bei schlechteren Lichterverhältnissen greifen zwar die Filter, jedoch nehmen diese sehr viele Details aus den Motiven. Da es sich hierbei jedoch immer noch um eine Handy Kamera und keine Spiegelreflex Kamera mit Objektiv handelt, ist dieses Manko ganz normal und bei sämtlichen Konkurrenten auch anzutreffen. Bilder lassen sich schnell wieder in der Galerie finden, da die intelligente Kamera Software die Fotos mit Tags wie Essen, Gebäude, Landschaft, usw. versieht. Ein Feature, dass es besonders für User, die viele Bilder schießen einfacher macht Ordnung in die Bibliothek zu bringen.

LG wirbt ebenfalls mit der AI Kamera. Diese künstliche Intelligenz soll Szenen analysieren und dann mit entsprechenden Einstellungen und Filtern reagieren. Befindet man sich dabei in einem dunklen Raum wird die Lichtempfindlichkeit der Linse angepasst, will man Personen fotografieren wird der Fokus der Einstellungen auf dieses Motiv gelegt und so weiter. Das Feature lässt sich vom Nutzer sogar beobachten, da live Stichwörter zum Motiv auf dem Bildschirm erscheinen, während man die Kamera im KI Modus benutzt.

Hochauflösende Innenkamera für Selfie Fans und hilfreiche Kamera Software, die für Ordnung sorgt

Mit dem G7 hat der Hersteller auch der Frontkamera ein Upgrade verliehen. Das LG G7 ThinQ wurde mit einer 8MP Innenkamera ausgestattet, was alle Selfie Fans erfreuen sollte. Die sehr hohe Auflösung dieser schießt sehr detailreiche Bilder und diese stechen auch in puncto Schärfe heraus. Die Bilder mit der Frontkamera können sich wirklich sehen lassen und fallen durch hohe Farbtreue und gute Darstellung von Gesichtern auf.

Die Software

Jeder der in den letzten Jahre schon mal ein Smartphone von LG in Benutzung hatte, wird sich sehr schnell zurecht finden. Jedoch hat der Hersteller Nacharbeit geleistet. Die Oberfläche wirkt sauberer und ist nicht mehr mit so vielen standardmäßig installierten Apps gesättigt. Auch das Design der Apps wurde überarbeitet und wirkt nun mehr aus einem Guss. Die Schriftart ist passend gewählt und bietet ein ein angenehmes Benutzer Erlebnis. Auch die Übergänge und Effekte machen viel her und danke der satten Hardware als Backbone werden diese auch super flüssig dargestellt.

Sauberere Benutzeroberfläche mit zahlreichen Möglichkeiten für Individualisierung

Dem Nutzer sind außerdem wenig Grenzen bei der Individualisierung gesetzt. Das User Interface besitzt standardmäßig keinen App Drawer. Dieser kann jedoch mit wenigen Kniffen aktiviert werden – für die, die nicht ohne ihn leben können. Weiterhin bietet LG die Möglichkeit Hintergründe zu wechseln, Icon Packs zu wählen oder ganze Theme Packs herunterzuladen. Die Auswahl ist dabei ausreichend groß und es sollte für jeden etwas dabei sein.

Fazit

Das extrem helle Display und auch das Design mit Glas Rückseite, sowie der Google Assistant Button machen das LG G7 ThinQ zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für die restlichen Hersteller auf den Markt. LG hat mit dem G7 mehr als nur ein Flaggschiff entwickelt und wir wollen euch das Smartphone auf alle Fälle empfehlen, falls ihr nach einem leistungsstarken und stylishen Gerät sucht!

Edles Design und Pfeilschnell – Das LG G7 ThinQ
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