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Eine weiße Gaming Tastatur? Tesoro Gram Spectrum Testbericht

von Alois Niedermaier
Um ordentlich auf einem PC zocken zu können benötigt man neben einem PC, einem Monitor und einer Maus auch eine ordentliche Tastatur. Und deshalb haben wir heute die Tesoro Gram Spectrum im Test.

Verpackung

Die Tastatur befindet sich in einer recht schlichten Verpackung, die dennoch alle nötigen Informationen beinhaltet. Da die Texte hier auf Englisch gehalten sind, merkt man schnell, dass die Tastatur sich normalerweise nicht an deutsche Nutzer richtet. Dennoch ist das Tastenlayout das Deutsche, ohne das man selbst die Z und Y Taste tauschen muss. Auf der Verpackung kann man ebenfalls erkennen, um welches Modell es sich handelt und welche Art von mechanischen Switches verbaut wurden. Sonst findet man noch einige Informationen und Bilder. Zusammengefasst also eine hübsche Verpackung, welche man sich definitiv auch gut ins Regal stellen kann. Im Lieferumfang befindet sich jedoch neben Tastatur, USB Kabel und einer Bedienungsanleitung nichts weiter.

Design

Aber das wichtigste im Lieferumfang ist natürlich die Tastatur. Wie schon beschrieben habe ich hier das weiße Modell mit MX Red Switches. Auch wenn ich am Anfang echte Zweifel hatte, das weiß bei einer Tastatur gut aussieht, muss ich echt sagen das ich positiv überrascht bin. Den gerade die RGB Beleuchtung sieht beim weißen Modell echt schick aus. An sich ist das Design der Tastatur recht schlicht gehalten. Keinerlei Gehäuse um die Tasten. Gefällt mir persönlich richtig gut. Sie besitzt außerdem noch die üblichen Funktionstasten Beispielsweise zum steuern der Musik, aber auch Tasten für den Tesoro eigenen Treiber, auf den ich später noch einmal zu sprechen komme. An der rechten Oberen Ecke findet man noch die üblichen Leuchten und noch ein Tesoro Logo. Das Kabel ist außerdem am USB Stecker mit diesem Logo versehen und abnehmbar. Dieses Kabel ist gesleevt, was ebenfalls ein Vorteil ist. Darf man aber für 120 Euro auch erwarten. Zusätzlich ist die komplette Tastatur mit einer RGB Beleuchtung ausgestattet, welche sich über den schon einmal angesprochenen Treiber steuern lässt. Die Tastatur hat außerdem noch einen On-Board Speicher von 512 KB und einen integrierten Prozessor, welcher zum Beleuchten der einzelnen Tasten verantwortlich ist. An der Unterseite der Tastatur kann man zwei Standfüße finden. Diese lassen sich jedoch nur entweder aus oder einklappen, was echt schade ist. Was besonders hervorzuheben ist: Die Baseplate aus Metall besteht. Das verleiht der ganzen Tastatur einen richtig hochwertigen Eindruck. Die ganze Tastatur ist sehr flach gehalten, was auch noch einmal durch die flachen Tasten bestätigt wird.

 

Tesoro Treiber und Software

Als erstes muss man erwähnen, dass der hier beschriebene Treiber auf der Tesoro Seite nur für Windows zu erhalten ist. Für Mac ist die komplett Tastatur einfach nicht benutzbar. Ein äußerst negativ anzumerkender Punkt. Nun aber mal zum eigentlichen Treiber. Dieser ist auf Deutsch und auch verständlich aufgebaut. Es lassen sich für die Tastatur verschieden Profile anlegen, welche sich die Tastatur auch merkt. In diesen Profilen kann man verschieden Animationmodien festlegen. Diese sind jedoch alles andere als vielfältig. Wenigstens lassen sich im Animationsmodie “Spektrumfarben” einzelne Tasten mit einer individuellen Farbe versehen. Doch das ist in meinen Augen etwas zu umständlich gelöst, da man sich erst in das System hinein Denken muss. Immer hin: Es lässt sich jede Farbe die es auf der Welt gibt (außer Schwarz und Grautöne) einstellen und man kann für jede Taste einzeln ein Makro belegen, welches man dann auch im Profil speichern kann. Das ist vor allem fürs zocken richtig praktisch, da man durch das belegen von Makros verschiedene Funktion in Game auslösen kann. Für jeden der Makros nicht kennt, der muss es sich so vorstellen: Man drückt auf den Start-Knopf und kann dann für etwa 10 Sekunden verschieden Tasten auf der Tastatur in einer bestimmten Geschwindigkeit drücken. Dann beim Betätigen der Taste, auf der das Makro liegt, wird diese Tastenkombination wiedergegeben. Ein echt nützliches Feature. Wenn man dann auf diese Taste noch eine bestimmte Farbe legt, macht das ganze noch viel mehr her. Außerdem lassen sich einzelne Tasten noch deaktivieren, worin ich aber bis heute keinen Sinn gefunden habe.

Haptik der Tastatur

Über die Haptik einer Tastatur zu urteilen ist nicht wirklich leicht, da jeder etwas anderes als gut empfindet. Als erstes muss ich sagen, dass ich vorher eine mechanische Tastatur mit MX Blue Switches genutzt habe, welche dafür bekannt ist das man jedes Klacken relativ laut hört. Das ist bei der Gram Spectrum Allerdings nicht der Fall. Diese ist dagegen echt leise, tippt sich aber fast identisch weich. Zwar war dies am Anfang echt eine Umgewöhnung, doch nach kurzer ist man auch daran gewohnt. Die Tasten lassen sich sauber tippen und haben auch einen angenehmen Reaktionsweg. Doch das beurteilt ebenfalls jeder anders. Das Tippen mit 10 Fingern ist außerdem problemlos möglich. Somit hat die Tastatur meiner Meinung nach eine richtig gute Haptik.

 

Fazit

Mit der Gram Spectrum hat Tesoro eine für Gamer relativ ausgeglichene Tastatur geliefert. Aber nur für Nutzer, für die Beleuchtung keine all zu große Rolle spielt. Ansonsten wird das solide Gesamtpaket von Treiber ausgebremst. Dieser stellt verschenktes Potenzial von Tesoro dar und hier ist wirklich dringend hier ist dringend eine Verbesserung nötig, damit ich die Tastatur bedingungslos empfehlen kann. Denn für 120 Euro ist sie derzeit leider noch etwas zu teuer.

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