Review – Der HP Spectre x360 13 im Test

Der HP Spectre x360 13 2018 kommt mit großartigem Design und erstaunlicher Hardware. Wie sich der Spectre aber tatsächlich im Alltag schlägt, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

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HP Spectre x360 13

In diesem Testbericht sind meine Erfahrungen mit zwei Verschiedenen Modellen des HP Spectre x360 13 zusammengefasst. Von HP habe ich ein HP Spectre x360 13-ae035ng zur Verfügung gestellt bekommen und privat besitze ich ein HP Spectre x360 13-ae042ng.

Ich habe mich privat nach einem neuen Laptop umgesehen, da mir mein Dell XPS 15 zu groß war. Meine Voraussetzungen waren:
– gute Performance (i7 und 16GB Ram)
– schönes Design, hochwertige Verarbeitung und hohe Portabilität
– zukunftssichere Schnittstellen (USB-C, am besten Thunderbold 3)

Fast alle dieser Voraussetzungen sind beim Spectre gegeben.

Spezifikationen (HP Spectre x360 13-ae035ng)

Prozessor Intel Core i7-8550U 1,8 GHz bis zu 4 GHz (8MB Cache, 4 Kerne)
Speicher 512GB PCIe NVMe M.2 SSD
RAM 16GB LPDDR3-2133 SDRAM
GPU Intel UHD Graphics 620
Display 33,8cm (13,3 Zoll) 4K (3840 x 2160) IPS Micro-Edge Touchscreen
Sicherheitsmanagement Fingerabdruckscanner, Webcam mit Windows Hello unterstützung
Betriebssystem Windows 10 Home 64

Design und Verarbeitung

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Dies ist nicht nur der erste, nein auch neben der Performance der wichtigste Punkt für mich.

Der HP Spectre sieht gelinde gesagt einfach nur gut aus. Mir persönlich gefällt mein silbernes Modell besser, aber auch in „Dark Ash Silver“ lässt er sich gut ansehen. Da muss ich aber direkt erstmal unterbrechen. Lasst euch da nicht täuschen… Auf den Produktbildern auf HPs Homepage sieht es nach einem dunklen grau und goldenen Akzenten aus. Dem ist nicht ganz so. Es ist eher ein dunkles grau-lila Gemisch, mit rosa-goldenen Akzenten. Es ist schwer zu beschreiben.

Abgesehen davon ist der Spectre aber ein absoluter Hingucker. Mit seinem schlichten aber stilsicheren Design macht er jedem anderen Laptop auf dem Markt problemlos Konkurrenz. Da waren echte Profis am Werk!
Zugeklappt ist er nur 13mm dick und aufgeklappt gerade mal 8mm. Das ist gerade mal so dick wie der USB-A Port auf der linken Seite. Wo wir schon bei Ports sind, der Spectre bietet einem alle Anschlüsse, die man so im Alltag braucht. Links sitzt ein USB 3.0, rechts zwei USB-C Thunderbold 3 Ports. Ansonsten sind nur ein 3,5 mm Klinke und ein Micro-SD-Kartenleser verbaut.
Auf den ersten Blick ist das wenig, jedoch sind die Thunderbold 3 Ports eigentlich alles was man braucht. Über die beiden Anschlüsse kann man mit einem Hub alles auf einmal anschließen. Das Thunderbold 3 nicht mehr nur die Zukunft, sondern schon die Gegenwart ist, hat HP im Gegensatz zu so manch anderem Hersteller begriffen. Allerdings ist USB 3.0 noch nicht so weit verbreitet, dass sie einen USB-A Port verbaut haben, sodass man auch mal ohne Adapter auskommt.
Klar sind Adapter nicht so ganz das Wahre, aber noch ist USB-C leider nicht der Standard. Das Einzige was ich als Fotograf und Filmemacher hier vermisse, ist ein SD-Kartenleser. Aber auch dafür habe ich einen Adapter und darüber kann ich bei den Maßen des Gerätes auch hinwegsehen.

Der Spectre ist aber nicht nur schön, sondern auch gut gebaut. Das Chassis ist komplett aus Aluminium gefertigt und ist mit ein paar Schrauben auch relativ einfach zu öffnen. So kann man die verbaute M.2 SSD austauschen und weitere Reparaturen vornehmen. Leider leidet die Stabilität des Spectre darunter etwas. Hier und da ist ein Knarzen zu hören und wenn man mit den Fingern drauf trommelt, gibt das Gehäuse ungesunde Laute von sich. Dies lässt sich aber auch nicht vermeiden, wenn man das geringe Gewicht von nur 1,3 kg erreichen möchte.
Glaubt mir, der Spectre ist so angenehm leicht, dass man ihn beim arbeiten lieber auf dem Schoß als auf dem Schreibtisch hat.
Einer der wenigen Nachteile bei einem so dünnen und leichten Gerät ist, er ist recht kantig. Schneidet euch nicht!

Alles in Allem gefällt mir das Design des HP Spectre sehr gut. Die Displayränder sind nicht so dick, dass man denkt man ist 5 Jahre in die Vergangenheit gereist (MacBook Air, *hust), aber auch nicht so dünn, dass die Webcam an den unteren Displayrand rutscht (wie beim Dell XPS).
Logos und Schriftzüge sind gut an das Design angepasst und für mich ausnahmsweise nicht störend und gerne gesehen und Lautsprecher und „Kühlergrill“ sehen ebenfalls gut aus.

Performance

Ich brauche Leistung. Und mit dem HP Spectre bekomme ich auch Leistung. Ich schneide unter anderem Hochzeitsvideos. Selbstverständlich in 4K und in hoher Qualität.
Als ich mir den Spectre gekauft habe, war aufgrund der fehlenden dedizierten Grafikkarte, der Plan ein HP Omen Accelerator, also ein eGPU Gehäuse und eine Grafikkarte, zu kaufen. Diese mit dem Spectre über Thunderbold 3 anzuschließen und mir die fehlende Leistung so zu beschaffen. Nach nun zwei Monaten mit dem Spectre und vielen Stunden Videoschnitt später, habe ich immer noch keine eGPU.
Die Leistung, die in dem verbauten i7-855U steckt, sollte nicht unterschätzt werden.
Mit 4x 1.80 GHz im Basistakt und bis zu 4.00 GHz im TurboBoost , lässt sich ne ganze Menge anfangen. Auch die UHD Graphics 620 Grafikeinheit macht viel mit und man braucht lange bis man das ausgelastet hat. Mit den 16GB DDR3 RAM hat man auch kein Problem mit vielen Anwendungen gleichzeitig.
Der Spectre kann also alles von Office Anwendungen, Bildbearbeitung und Videoschnitt (mit Proxys). Nur Gaming ist etwas, was ich ohne eGPU definitiv nicht empfehlen kann. Was aber auch verständlich ist, da weder eine dedizierte Grafikkarte, noch eine ausreichende Cooling Solution vorhanden ist.

Display

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Der Spectre ist mit zwei verschiedenen Displays erhältlich. Mein Testgerät hat das UHD (3840 x 2160) IPS Display mit WLED-Hintergrundbeleuchtung und Corning® Gorilla® Glas NBT™.

Auf 13,3 Zoll braucht man eigentlich kein 4K Display, jedoch merkt man den Unterschied zwischen meinem eigenen Spectre mit FullHD Display und dem Testgerät mit 4K Display. 4K ist einfach deutlich schärfer und die Farbwiedergabe knackiger.
Allerdings muss man bedenken, das das 4K Display 200€ Aufpreis kostet und genau deswegen habe ich auch nur das FullHD Modell gekauft. Bei 13,3 Zoll ist es wie gesagt echt nicht nötig ein 4K Panel zu haben, auch wenn es natürlich ganz schön zu haben ist.

Die Akkuleistung geht mit dem 4K Panel natürlich auch ein bisschen runter, allerdings nicht allzu stark, sodass jeder der ein 4K Panel kaufen möchte, dies auch getrost tun kann.

Mit einem Farbraum von 99% sRGB und 64% Adobe RGB spielt der Spectre in Sachen Display auf jeden Fall in der oberen Liga, jedoch kommt sein Display nicht an einen Dell XPS oder ein MacBook Pro heran. Die Farben sind gut gesättigt, Kontrast ist gut, nur die Weißwerte sind etwas kühl.

Der Touch funktioniert super und was mir sehr gut an dem Spectre gefällt ist, dass man sich nicht allzu große Sorgen um Fingerpatscher auf dem Display machen muss. Es ist einfach nicht so anfällig, wie manch andere Displays.

Akku

HP verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden. Diese 16 erreicht man auch, wenn man die Display Helligkeit ganz runter dreht und einfach nichts macht.
Im Alltagsgebrauch mit viel Textverarbeitung und Web Browsing kommt man eher auf 8 Stunden. Solche Angaben zu machen ist meiner Meinung nach aber nicht wirklich hilfreich, da die Akkulaufzeit komplett auf das Nutzerverhalten ankommt.
Bei Heavy-Duty-Videoschnitt mit externem Monitor kommt man nicht unbedingt über 4/5 Stunden Akkulaufzeit. Begrenzt man die Leistung, schafft der Spectre aber auch da mehr.

Ich sage es mal so. Der Spectre x360 13 ist ein verdammt dünnes Ultrabook. Viel Leistung auf wenig Platz und somit auch wenig Platz für viel Akku. Ich bin aber keineswegs unzufrieden mit der Akkuleistung und kommt im Alltagsgebraucht einigermaßen gut durch den Tag. Jedoch nehme ich auch immer den 65W Charger mit, wenn ich länger als einen Tag außer Haus bin.

Das mitgelieferte 65W Netzteil lädt den Spectre in 30 Minuten zu 50% auf und es ist sehr schön zusehen, dass man nicht mehrere Stunden zum Laden benötigt.

Tabletmodus

Über den Tabletmodus gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Man klappt das Display im 360 Grad, die Tastatur deaktiviert sich automatisch und Windows setzt sich automatisch in den Tabletmodus.

Mir ist nur ein Problem aufgefallen, wenn man den Spectre im Laptopmodus kippt zu schräg hält, passiert es, dass auch da der Tabletmodus aktiviert wird und das ist gelinde gesagt kacke.

Touchpad

Das Touchpad des HP Spectre ist ein Grund, weshalb viele Leute bestimmt den Kauf nochmal überdenken. Es funktioniert zwar, jedoch ist es bei weitem nicht so gut, wie das eines Surface Book, eines Dell XPS oder gar eines MacBook. Die Glasoberfläche fühlt sich nicht gut an und ist für den Finger eher rutschfest. Die Finger gleiten einfach nicht gut, was die Nutzung nicht gerade angenehmer macht.
Auch die Gestensteuerung funktioniert auf Grund fehlender Precision Treiber mehr schlecht als Recht. Wenn man sich noch nicht an das Touchpad gewöhnt hat, braucht es oft mehrere Versuche um zwischen Fenstern hin und her zu wechseln, oder in die Multiwindow-Ansicht zu gelangen.

Leider kann man auch nicht überall auf dem Touchpad klicken. Oder kann man es doch? Es lässt sich schwer sagen, denn am oberen Rand klickt es nur bei sehr starkem Druck, wohingegen es einen halben Zentimeter weiter unten ganz normal funktioniert. Der Druckpunkt ist aber auch nicht überall derselbe.

Tastatur

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Tastaturen sind ja immer Geschmackssache, allerdings gibt es ein/zwei Dinge, die ich gerne loswerden möchte.

Jeder der schonmal auf einer MacBook Tastatur mit den „neuen“ Butterfly Keys getippt hat, weiß was es heißt kaum Key Travel zu haben. Als ich die Tastatur des Spectre zum ersten Mal genutzt habe, musste ich an das MacBook denken. Es ist definitiv nicht ganz so wenig, aber weniger als bei herkömmlichen Laptoptastaturen.
Ich persönlich mag die Tastatur und finde den Druckpunkt angenehm, aber wer den ganzen Tag nichts anderes macht als zu tippen, sollte vor dem Kauf auf jeden Fall einmal ausprobieren, ob einem die Tastatur liegt.

Ich habe insgesamt drei verschiedene Spectre genutzt und bei zwei von drei Geräten, hatte ich bei mindestens eine Taste, die beim Drücken immer „Stecken geblieben“ ist. Woran das liegt kann ich nicht sagen, aber es ist das Einzige was mir an der Tastatur negativ aufgefallen ist.

Wobei, wir müssen noch über die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur reden. Diese ist zweistufig, also an oder aus, teilweise etwas ungleichmäßig und die Leertaste ist überhaupt nicht beleuchtet.

Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit der Tastatur. Nur eine Sache frage ich mich. Warum, und ich meine WARUM? Ne, ernsthaft… WARUM??? Neben der ESC Taste, ist eine Taste mit einem Fragezeichen versehen. Wenn man da drauf drückt, öffnet sich Microsoft Edge und sucht auf Bing nach „Hilfe zu Windows 10“. WER, kauft sich für 1.500€ einen Laptop und braucht so eine Taste „?“!

Kühlung

Der HP Spectre ist, im Gegensatz zum Microsoft Surface Book, nicht passiv gekühlt, sondern hat gewöhnliche Lüfter.
Eigentlich hat der Spectre auch kein allzu großes Hitzeproblem, allerdings könnte es auch kühler gehen. Wenn man sich Reviews im Internet anschaut, in denen sich über die Temperaturen eines Ultrabooks aufgeregt wird, muss man immer in Betracht ziehen, wie dünn die Dinger geworden sind und wie wenig Platz somit für eine Cooling Solution bleibt.

Wenn ich den Spectre voll auslaste, nimmt die Temperatur schon ordentlich zu. Der Prozessor sitzt in der Mitte des oberen Randes, wovon sich die Hitze deswegen auch ausbreitet.
Dieser Bereich ist aber immer warm, auch wenn ich gerade nur Word offen habe.

Ein Problem mit Thermal Throtteling hat man erst, wenn man echt sehr intensive Anwendungen über lange Zeit betreibt.

Kamera und Windows Hello

Der HP Spectre hat eine integrierte „HD Webcam“. Um es genauer auszudrücken, 2MP und 1920×1080 30fps. Wie die Ergebnisse aussehen könnt ihr euch vorstellen.

Es ist eine Webcam in einem Laptop. Die Dinger sind meistens ziemlich schlecht und auch die Webcam des Spectre ist hier nicht viel besser. Aber sie funktioniert und mehr will man eigentlich auch nicht.

Das Besondere an der Webcam ist, dass sie Windows Hello unterstützt. Das ist so nützlich, dass ich enttäuscht bin, wenn es mal nicht funktioniert.
Es funktioniert zuverlässig, präzise und vor allem verdammt schnell. Auch an Kopfhörer, Brillen oder Bärte gewöhnt sich Windows Hello recht schnell. Nur wenn man viel Gegenlicht hat, also zum Beispiel mit dem Rücken zum Fenster sitzt, kann man sich einen erfolgreichen Log-In meist abschminken. Die Kamera schafft es nicht die Belichtung anzupassen und Windows Hello erkennt das Gesicht nicht.

Wenn dies der Fall ist muss man auf den Fingerabdrucksensor an der rechten Seite des Laptops ausweichen. Dieser funktioniert nicht ganz so zuverlässig und schnell, ist aber solide und tut seinen Job.

Lautsprecher

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Lautsprecher sind beim HP Spectre ein sehr spezielles Thema. HP hat hierbei mit Bang & Olufsen zusammengearbeitet.
Insgesamt sind 4 Lautsprecher verbaut. In den unteren beiden Ecken sind auf der Rückseite des Spectre jeweils ein Lautsprecher verbaut und oben auf der Vorderseite jeweils ein Tieftoner. So hört sich die Kombination nicht schlecht an, jedoch sind für jeden Audiofreak Kopfhörer zu empfehlen.

Für ein bisschen Hintergrundmusik sind sie aber echt nicht schlecht.

Preis

Der Spectre x360 13 ist je nach Konfiguration zwischen 1.299€ und 1.699€ erhältlich. Das ist natürlich viel Geld, man bekommt jedoch auch viel für das Geld.

Für 1.299€ bekommt man den Spectre mit FullHD Touch Display, i5-8250U, 8GB Ram und 512GB SSD. Für 200€ mehr gibt es dann den i7 und 16GB Ram und für 1.700€ dann das 4K Display.

Auf der Webseite des deutschen HP Store, kann man sich leider nicht seine Wunschkonfiguration zusammenbasteln, sondern muss nehmen was einem HP anbietet. Warum man sich sein Gerät in den USA selber zusammenstellen kann, ist mir ein Rätsel.

 

Review – Der HP Spectre x360 13 im Test
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