Das Dell Inspiron 15 7000 Gaming Notebook im Test – Mobiles UHD-Gaming mit Max-Q

Gaming. Notebook. Normalerweise paart niemand gerne diese beiden Begriffe. Kein Wunder; Gaming-Notebooks waren bisher eher schwere, klobige, leuchtende Plastikwürfel. Diese konnten bisher weder Gaming noch Notebook so richtig gut. Doch auch diese Sparte hat einen Generationswechsel erfahren, das Dell Inspiron 15 7000 ist dank Nvidia´s Max-Q Technik ein Teil davon.

Lieferumfang und Gerät

Das Dell Inspiron 15 7000 Gaming kommt in einem schlichten, aber umweltfreundlichen Pappkarton. Umweltfreundlich kann auch der Lieferumfang bezeichnet werden, hier ist neben einer kurzen Bedienungsanleitung und einem Ladekabel nichts dabei. Das Gaming-Notebook wird sehr gut gepolstert geliefert, was lobenswert zu erwähnen ist. Was wir uns jedoch gewünscht hätten wäre wenigstens ein HDMI- und/oder Displayport Kabel. Jedoch liegt der Fokus auch auf dem G-SYNC 4K Monitor des Laptops.

Anders als an der Verpackung und deren Inhalt wurde jedoch bei den Anschlüssen des Dell Inspiron 15 7000 Gaming nicht gegeizt. Hier finden sich auf beiden Seiten eine ganze Menge Anschlussmöglichkeiten für zusätzliche Peripherie oder Bildschirme.

So verbaut Dell auf der linken Seite ein Noble Schloss, den Anschluss für das 200 Watt starke Netzteil, einen Gigabit Ethernet Port, einen USB 3.0 Typ A und einen SDXC-Kartenleser, die sehr schnell arbeiten.

Dell Inspiron linke Seite I/O

Rechts befindet sich ein HDMI 2.0 Anschluss, sowie ein vielseitiger USB-C mit Unterstützung für Thunderbolt 3. Daneben gibt es zwei weitere USB 3.0 (A) Schnittstellen und eine 3,5mm Kopfhörerbuchse.

Dell Inspiron rechte Seite

Wir konnten den Thunderbolt Anschluss mangels Zubehör und Adapter nicht testen, es soll jedoch möglich sein, diesen wie an den aktuellen MacBook und MacBook Pro Modellen zu nutzen, also Anschluss eines Bildschirms (nur bis 4K) und diversem weiteren Zubehör zur gleichen Zeit. Ob das Laden über USB-Typ C ebenfalls unterstützt wird, ist uns unbekannt, wir denken aber dass dieser Anschluss keine 200 Watt verkraftet, mit denen der Dell Inspiron 15 7000 Gaming ausreichend stark geladen werden soll, Thunderbolt 3 ist mit bis zu 120 Watt spezifiziert.

An der Unterseite sehen wir nur die Lufteinlässe für die Lüfter für Grafikchip und CPU. An der Rückseite befindet sich ein designtechnisch sehr groß konstruierter Luftauslass, an der Vorderseite eine Status LED, die irgendwas anzeigen soll. Ob das jetzt der Zustand des Ladens oder der Ruhezustand war, wir konnten es nicht herausfinden. Es war beides oder eben keins von Beidem.

Aktive und passive Sicherheit

Auf dem Topcase überrascht der Einschaltknopf mit einem zuverlässig und schnell lesenden Fingerabdruckleser, der in Windows Hello eine sehr gute Figur gemacht hat. In Verbindung mit der NVMe PCIe SSD entsperren wir das Gerät in Bruchteilen einer Sekunde, der Anmeldeprozess ist schnell durchgelaufen. Der SSD Speicher sorgt zudem für eine passive Sicherheit durch die Robustheit von SSD Festplatten.

Der Dell Fingerabdruckleser liefert im Test gut ab

Es ist schnell…

…naja was sonst kann man sagen, bei der Hardwareauswahl? Verbaut sind ein Intel Core i7 7700HQ Kaby Lake Prozessor, der von 16 GB DDR4 Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die M.2 SSD fasst 256 GB, dazu schraubt Dell noch eine 1TB Festplatte ins Gehäuse. Die Geschwindigkeiten beider Platten sind mehr als akzeptabel, im Alltag und auch unter höherer Last wie beim Kopieren größerer Dateien haben wir keinen Drang nach mehr Geschwindigkeit verspürt.

Zum Thema Geschwindigkeit darf natürlich die Grafikkarte eines Gamingnotebooks nicht fehlen. Die NVIDIA GeForce GTX 1060 mit Max-Q. Der Name suggeriert erst einmal ordentlich Grafikpower, doch da es sich um eine Notebookgrafik handelt, wird mit doch viel weniger gerechnet als diese wirklich hat. Doch die neuen „Max-Q“ Karten haben zwar immer noch eine gewisse Begrenzung wegen der für ein Notebook erforderlichen Energieeffizienz. Dadurch, dass die Pascal Chips von Nvidia ohnehin sehr effizient sind, fällt diese Begrenzung im Vergleich zu einer Desktopkarte aber nicht wirklich stark aus. Auch bis zu 18mm dünne Notebooks sollen laut Nvidia möglich sein, was das Dell Inspiron 15 7000 Gaming wie ein gewöhnliches Notebook aussehen lässt. Wer möchte, kann sich hier mehr über die Max-Q Technik informieren.

…allerdings unterwegs nicht mehr so

Nein, das Dell Inspiron 15 7000 Gaming ist keinesfalls langsam im Mobilbetrieb. Es ist nur zugunsten der Akkulaufzeit gedrosselt. Wir glauben auch ehrlich gesagt nicht, dass unterwegs wie im Zug, der Uni oder im Freien viele AAA-Titel gespielt werden. Der Spaß wäre ohnehin kurz, denn auch gedrosselt liegt die Akkulaufzeit beim dauerhaften Spielen bei „nur“ guten 2,5 Stunden mit WLAN. Von der Drosselung ist vor allem die GPU betroffen, bei der CPU ist der Turbotakt etwas herunter gesetzt. Die GTX 1060 leistet im sogenannten „Whisper-Mode“ von Nvidia nur etwa die Hälfte, was jedoch für das 2017er Need for Speed in 4K (!!) in hohen Einstellungen reicht. Damit meinen wir die voreingestellte Grenze von 30 FPS, die konstant gehalten werden kann.

Dabei wird der Begriff „Whisper“ ebenfalls ernst genommen, wir konnten feststellen, dass die Lüfter nicht wirklich sehr hoch gedreht haben. Sie waren hörbar, jedoch nicht das Turbinenkonzert eines Eurofighters, welches wir im Kabelbetrieb vernommen haben. Die Lüfterkurve scheint deutlich nach oben verschoben.

Spiele

Viel sagen können wir zur Spieleperformance eigentlich nicht mehr, wir haben meist einen externen 1080p Monitor und Peripherie benutzt. Zum Testen wurde gelegentlich auch das Trackpad und der interne 4K Monitor verwendet, wir konnten jedoch alles, was in 1080p lief, auch anstandslos in 4K spielen.

Dass Trackpads jedoch nicht zum Zocken gemacht sind haben wir auch beim Dell Inspiron 15 7000 Gaming festgestellt, wir waren aber überrascht über erstaunlich gute Treiber. Diese ließen, für mich persönlich eine Neuheit, das Dell Trackpad fast an die MacBook Trackpads herankommen. Auch das Plastik bei der Materialwahl hat den Gleiteigenschaften keinen Abbruch getan.

Fortnite lief immer auf 60 FPS+, sowohl in 1080p als auch in 4K, des Weiteren haben wir Need for Speed aus 2017, Just Cause 2 und GTA IV testen können. In jedem einzelnen der Spiele konnte das Inspiron mit hervorragenden Bildraten punkten und blieb zumindest im Akkubetrieb recht leise dabei.

Doch ein Notebook

Dell nimmt den Aspekt der Mobilität trotz der Power ernst. Mit einer Akkulaufzeit von realistischen 4-5 Stunden (Angabe 6,5 Stunden) ist ein Tag an der Uni mit zwischenzeitlichem Laden und Pause zum Zocken drin. Die Laufzeit empfinden wir als OK, solide jedoch im Anbetracht der verbauten Komponenten.

Apropos Komponenten; hier ist im Dell Inspiron 15 7000 Gaming bei der 4K Variante solides Panel verbaut. Die Full HD Version war in anderen Tests noch etwas dunkel (Notebookcheck berichtete), bei der 4K Version sind mit 320 cd/m² maximaler Helligkeit hat Dell nachgebessert. Für direktes Sonnenlicht hilft die matte Displayabdeckung, jedoch reicht es nicht wirklich für eine sehr gute Ablesbarkeit. Im Schatten ist es gut, bei Innenbeleuchtung sehr gut.

Für die Dunkelheit ist in Windows ein Nachtmodus programmiert und in der Tastatur befindet sich eine Beleuchtung. Anders als bei anderen Gamingnotebooks ist diese beim Dell Inspiron jedoch nicht RGB, sondern nur weiß. Zwar lässt sich die Tastaturbeleuchtung in zwei Stufen in ihrer Helligkeit regulieren, wobei zwischen 50% und 100% Helligkeit kein wirklicher Unterschied besteht. Auch muss die Beleuchtung manuell eingeschaltet werden, was beim Aufklappen im Dunkeln etwas umständlich ist. Hierfür ist nämlich eine Fn Tastenkombination erforderlich. Das sind Kleinigkeiten, die bei einem Gamingnotebook nicht wirklich stören sollten, für den Benutzer der dieses Gerät jedoch auch im Alltag benutzt aber doch etwas ärgerlich.

 

Fazit
  • 8.5/10
    Design - 8.5/10
  • 6/10
    Funktionalität im Alltag - 6/10
  • 10/10
    Gaming - 10/10
  • 8.5/10
    Geschwindigkeit - 8.5/10
  • 8/10
    Display - 8/10
  • 7/10
    Preis - 7,5/10
6.8/10

Kurzfassung

Zusammengefasst ist das Dell Inspiron 15 7000 Gaming ein solides Gamingnotebook, das sich vor seiner Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. In der getestet Top-Konfiguration mit i7, 16 GB RAM und der Nvidia GeForce GTX 1060 kann der Laptop bei so manchem Desktop-System mithalten. Durch das 4K Display werden Inhalte knackscharf und farbgetreu dargestellt, auch die Helligkeit geht in Ordnung. Kleinigkeiten wie die Tastaturbeleuchtung, die manuell eingeschaltet werden muss, werden die Nutzer der Zielgruppe nicht wirklich stören. Die Akkulaufzeit von 4-5 Stunden geht okay, wenn man bedenkt welche Komponenten verbaut sind.

Wer ein nicht allzu auffälliges und dennoch leistungsfähiges Gamingnotebook sucht, ist mit dem Dell Inspiron 15 7000 Gaming gut beraten, der Preis geht ebenfalls in Ordnung.

P.S.: Leider ist das Gehäuse ein Magnet für Staub und Dreck aller Art

 

 

Das Dell Inspiron 15 7000 Gaming Notebook im Test – Mobiles UHD-Gaming mit Max-Q
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