Datenschutzpanne führt zu nächstem Facebook-Skandal

14 Millionen Mitglieder. 10 Tage lang. Und natürlich nicht mit deren Wissen. Aber was ist den eigentlich passiert?

Bug schlich sich ein

Durch eine Panne beim Programmieren für einer neue Funktion auf dem sozialen Netzwerk „Facebook“ hat sich ein Bug in den Code eingeschlichen, der nicht nur die Codes der neuen Funktion sondern auch die Privatsphäre-Einstellungen vollkommen ins Chaos geführt hat. Durch diesen Fehler sind zufolge des Netzwerkes „Facebook“, das in der Nacht auf Freitag (den 8.6.18) eine Mitteilung veröffentlichte, um die 14 Millionen Mitglieder betroffen. Dadurch, dass der Bug die Privatsphäre-Einstellungen stark beeinträchtigte, hat sich die Standardeinstellung aller Posts, die neu erstellt wurden, auf Öffentlich gesetzt.

Aus Komfort schlägt Facebook beim Verfassen meist die zuletzt benutzte Option vor. Dieser Automatismus führte bei einer sehr großen Anzahl an Nutzern dazu, dass diese der Privatsphäre-Einstellung nicht viel Beachtung schenken. Facebook hat unlängst schon erklärt den Fehler behoben zu haben und die betroffenen Nutzer informiert zu haben. Jedoch bleibt festzuhalten, dass 14 Millionen Mitglieder über einen gewissen Zeitraum Privates mit der Öffentlichkeit geteilt haben.

Kein Einzelfall

Warum informiert Facebook die User überhaupt? Muss das Netzwerk das tun?
Dies ist nicht der erste Fall, der Facebook zu einer Mitteilung zwingt. Im Jahr 2011 sind Maßnahmen der FTC, die Verbraucherschutzbehörde der Vereinigten Staaten, durchgesetzt worden, die soziale Netzwerke dazu auffordern die Privatsphäre-Einstellungen nur dann zu ändern, wenn sie die eindeutige Einverständnis der Nutzer haben. Amüsant: Der Auslöser für die Durchsetzung dieser Maßnahmen war, dass Facebook bereits zwei Jahre zuvor Informationen wie die Liste der Freunde für alle zugänglich gemacht hatte, ohne die Zustimmung der Nutzer einzuholen.

Schlechter Zeitpunkt

Nach den Datenskandalen rund um den Umgang mit der Datenweitergabe an Drittanbieter ist dieser Skandal ein weiterer Schritt auf eine schlechte Vertrauensbasis hin. Zur Erinnerung: Facebooks CEO hat sich in letzter Zeit viel Kritik anhören müssen wie mit den Daten bei Facebook umgegangen wird. Zurzeit steht nach dem riesigen Datenskandal rund um das Unternehmen Cambridge Analytica vor allem aber die Datenschutz-Chefin Erin Egan im Kreuzfeuer der Medien. Sie sage, dass Facebook versuche, nach dem Skandal über die Datenweitergabe an Cambridge Analytica, transparenter über Fehler zu informieren.

Quellen: newsroom.fb.com, faz.net

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