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MySchleppApp im Test – Die Pannenhilfe-Revolution?

von Stefan Bendl

MySchleppApp: Digital, schneller und preiswerter den Abschleppdienst rufen.

Die digitale Revolution ist nicht aufzuhalten. Manch einer hat noch nie ein Telefon mit Wählscheibe gesehen. Stattdessen rufen wir per Sprachbefehl eine gespeicherte Nummer an, Kochgeräte lassen sich mit Programmen füttern, um annähernd selbstständig Mahlzeiten zuzubereiten und immer mehr Fahrzeuge werden mit einem „Betriebssystem“ ausgestattet das stark an Smartphones erinnert. Beim Thema  Pannenhilfe ist dieser Fortschritt nun auch angekommen.

In der Regel ist diese Veränderung etwas Gutes, denn sie macht Dinge einfacher, schneller, sicherer, effizienter. Genau das ist auch das erklärte Ziel der beiden Gründer, die das Projekt MySchleppApp ins Leben gerufen haben. Frank Heck und Santosh Satschdeva stecken hinter der Idee, das veraltete Modell des Abschleppdienstes in das Zeitalter der Digitalisierung zu holen.

Der Plan ist, einen besseren Service als die Alteingesessenen Pannenhilfe – Dienste wie den des  Automobilclub von Deutschland (AvD), des Allgemeinen deutschen Automobil Clubs (ADAC) und Co. anzubieten. Und zwar, indem man die Abwicklung  erheblich vereinfacht und auf lange Sicht kostengünstiger gestaltet.

Wie soll das funktionieren?

Der klassische Weg ist, bei einer Panne seinen Automobilclub anzurufen. Was macht man jedoch, wenn man kein Mitglied ist, weil man den Service zu selten in Anspruch nimmt?  Der Autofahrer ist gezwungen, einen X-beliebigen Abschleppdienst anzurufen. Erfahrungsgemäß kann es besonders zu Stoßzeiten und abhängig vom Standort schnell einmal zwei bis drei Stunden dauern bis in beiden Fällen ein Abschleppdienst anrückt. Das liegt daran, dass Abschleppdienste in Regionen aufgeteilt sind und Automobilclubs mit einzelnen Abschleppdiensten zusammenarbeiten. Daher kann nicht immer der optimale Partner genommen werden. Hat man sich selbst einen Abschleppdienst rausgesucht, ist es Glückssache, ob dieser den Auftrag annimmt und priorisiert, ganz zu schweigen vom Preis, der  in der Regel erst klar wird, wenn der Fahrer angekommen ist. Nimmt man das Angebot nicht an, wird zumindest die Fahrt in Rechnung gestellt.

Die MySchleppApp-Rechnung scheint aufzugehen: statistisch gesehen hat jeder Autofahrer gerade einmal zwei Pannen im Leben. Laut den beiden Gründern zahlt das Durchschnittliche Automobilclub-Mitglied 70€ pro Jahr über ca. 40 Jahre in die Clubkasse ein. Das summiert sich zu 2800€. Per Milchmädchen Rechnung kommen wir dann auf Kosten von 1400€ pro Abschleppen (abgesehen von Sonderleistungen, die übernommen werden, wie zum Beispiel Leihwagen, Krankentransport etc.) Die Kosten, die per MySchleppApp pro Auftrag anfallen reichen von ca. 120€ bis 270€ je nach Strecke und gegebenenfalls zuzüglich Sonderleistungen dem Einsatz von Hilfsmitteln wie z.B. Radroller. Eine übersichtliche Tabelle der Kosten findet man hier. Versicherungen und Automobilclubs übernehmen bis zu 200€ (also meist den Gesamtpreis) bei einer solchen „selbstorganisierten Hilfe“. Näheres dazu finden  Sie in ihren Vertragsunterlagen.

Die Lösung von Frank Heck und Santosh Satschdeva sieht so aus: Der liegen gebliebene Autofahrer öffnet die App oder geht auf der Website www.myschleppapp.de auf „Pannenhilfe rufen“. Ohne jegliche Anmeldung kann der Hilferufende seine Koordinaten und Daten eingeben. Das MySchleppApp-System ermittelt den Standort und leitet den Hilferuf an das nächstgelegene Abschleppunternehmen weiter, das mit MySchleppApp verbunden ist. Dieses meldet sich Minuten später per Telefon bei dem Betroffenen und teilt die genaue Ankunftszeit mit. Ab Juni wird das System auch um eine Live-Trackingfunktion erweitert, so dass der Autofahrer sehen kann, wie lange der Abschlepper noch zu ihm braucht. Der Weg über ein Callcenter, in dem man oft stundenlang in der Warteschleife hängt, fällt also komplett weg. Dadurch wird ein erheblich effizienteres Zeitmanagement möglich und die Wartedauer beläuft sich laut den Gründern im Schnitt auf 35 Minuten.

Die Vor- und Nachteile von MySchleppApp

Pro:
– schnellere Hilfeleistung durch ein flexibleres Netz an Abschleppdiensten
– keine monatlichen / jährlichen Club-Beiträge
– einfache Standort Bestimmung – vorteilhaft wenn man sich in einer fremden Gegend befindet
– transparente Kostenstruktur
– größtes Netz an Abschleppdiensten
– In der DACH-Region und Niederlanden aktiv
– Angebot gilt auch für E-Bikes
– Erstattung für selbstorganisierte Hilfe von Versicherungen und Automobilclubs

Kontra:
– keine Sonderleistungen wie Leihwagen / Krankentransport etc.
– einige Leistungen Aufpreis-pflichtig

Die MySchleppApp ist für Android und iOS verfügbar und deckt somit den größten Teil der Smartphones ab. Die Webbrowser-Lösung ist für jedes Smartphone optimiert. Liest man Bewertungen der Leistungen und der App, stößt man auf gemischte Ergebnisse. Zum einen wird hier und da berichtet, dass die 35 Minuten nicht eingehalten wurden, wobei das ja auch nur der Durchschnitt ist. Viele argumentieren auch, dass man sich den Abschleppservice selbst googlen kann, was durchaus richtig ist. Durch den Rückruf des nahegelegensten Abschleppers ist jedoch eine komfortablere Abwicklung möglich. Zudem müssen sich die Abschleppdienste an die vorgegebenen Preise der MySchleppApp halten, das heißt der Autofahrer kann in der Notsituation nicht „abgezockt“ werden. Außerdem muss man sich nicht mit Warteschleifen oder nicht erreichbaren Nummern herumärgern. Das kann natürlich auch gut gehen, aber mit dem MySchleppApp – System ist man auf der sicheren Seite. Ich würde es auf jeden Fall machen.

Download für den Google Play Store:

MySchleppApp
Preis: Kostenlos

Download für den App Store:

‎MySchleppApp
Preis: Kostenlos

Fazit

Das Geschäftsmodell ist interessant und hat definitiv viel Potential, zumal laut den Gründern täglich neue Abschleppdienste in das Netzwerk aufgenommen werden, wodurch die Dichte merklich erhöht und die Wartezeit verringert werden kann. Es ist außerdem geplant, das Netz im europäischen Ausland noch weiter auszubauen. Wir blicken hier in eine spannende Zukunft!

*bei diesem Artikel handelt es sich um einen Sponsored Post

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