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Speicherkarten – So wählen Sie die Richtige

von Nils Ahrensmeier

Im aktuellen Markt gibt es dutzende verschiedene Speicherkarten mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen.
Doch ist schneller immer besser und welche Karte braucht man für seine Zwecke?

Speicherkarten Bezeichnungen

Widmen wir uns erst einmal den allgemeinen Bezeichnungen auf einer SD Karte.

SD-Karten Bezeichnung

SDSpeicherkapzität bis 2 GB
SDHCSpeicherkapzität 4 bis32 GB
SDXCSpeicherkapzität 32 GB bis 2 TB
Class 2Schreibgeschwindigkeit mindestens 2 MByte/s
Class 4Schreibgeschwindigkeit mindestens 4 MByte/s
Class 6Schreibgeschwindigkeit mindestens 6 MByte/s
Class10Schreibgeschwindigkeit mindestens 10 MByte/s
UHS Class 1Schreibgeschwindigkeit mindestens 10 MByte/s
UHS Class 3Schreibgeschwindigkeit mindestens 30 MByte/s
UHS-I BusBusspeed 50 – 104 MByte/s
UHS-II BusBusspeed bis 312MByte/s

 

UHS Class 1 und  Class 10 – Wo ist der Unterschied?

Nun vom Grunde her ist UHS Class 1 und eine Class 10 das selbe. Beide geben eine Schreibgeschwindigkeit von mindesten 10MByte/s an. Dies bedeutet nicht, dass sich bei einer Kennzeichnung Class 10 und UHS Class 1 die Geschwindigkeit erhöht. Die Symbole der Klassen 2, 4, 6, und 10 für SD, SDHC oder SDXC Karten beziehen sich auf Laufwerke ohne UHS-SD Bus Unterstützung. Sie sind auch auf den Speicherkarten mit UHS-SD BUS aufgedruckt und kennzeichnen deren Performance im Kompatibilitätsmodus mit nicht UHS-BUS kompatiblen Geräten. Soll bedeuten, wenn Ihr nun eine Solche UHS Class 3 Karte verwendet, euer Gerät (Kamera, Laptop, Lesegerät Handy ect.) nicht UHS-SD kompatibel ist, greift es auf die normale Class 10 zurück und gibt euch deren Geschwindigkeit vor.

UHS-I Bus und UHS-II Bus

UHS I vs UHS II

Die UHS-II Karten sind nun der neuste Renner unter den Speicherkarten. Sie locken mit extrem hohen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten. Den Unterschied sieht man recht fix.
Auf der Rückseite sieht man zusätzliche Kontakte die die hohe Datenrate ermöglichen. Um diese neuen Karten voll auszunutzen braucht man natürlich auch Laufwerke, die diese unterstützen (Kameras, Laptops, Lesegeräte ect.). Falls Ihr jedoch kein passendes Laufwerk habt, keine Angst. Diese Karten sind abwärtskompatibel. Somit können Sie immer verwendet werden, erreichen nur nicht ihre maximal Geschwindigkeit.

Welche Karte für welchen Zweck?

Allgemein lässt es sich so sagen:
Ihr solltet eine Karte nehmen, die als Class 10 verifiziert ist.  Alles darunter ist in der heutigen Zeit zu langsam. Solltet Ihr eine Karte für euren Fotoapparat suchen reicht so eine ebenfalls aus. Solltet ihr jedoch sehr viel Fotografieren und eventuell mal Videos damit erstellen. Legt euch eine UHS Class 1 zu. Manche Kameras brechen sonst frühzeitig Videoaufnahmen ab, wenn nicht schnell genug gespeichert werden kann. Verwendet ihr eine Kamera mit einer 4K Videoauflösung, holt euch eine UHS Class 3 Karte um den
Datenstrom die nötige Bandbreite zu geben.

UHS-II Karten lohnen sich nur wenig für den normalen Gebrauch. Der einzige Vorteil ist, dass ihr die Daten schnell von der Speicherkarte herunterladen könnt, solltet ihr das passende Laufwerk haben.

Bedenkt aber immer auch eure Engstelle. Eine schnelle Speicherkarte nützt nichts, wenn euer Kartenlesegerät 10 Jahre alt ist. Legt euch eines mit einem USB 3.0 Anschluss zu und ihr erhöht deutlich die Übertragungsraten.

Welche Marke beim SD-Karten-Kauf?

Nun die Frage stellt sich oft. Als Fotograf habe ich schon so ziemlich alles durchgeschossen was es so gibt. Im Großen und Ganzen tut sich nicht viel. Wenn ich Ausfallraten reinrechne, rate ich von No Name / Billig Speicherkarten ab. Damit meine ich Firmen wie Intenso und Hama. Alles weitere, ob Sandisk, Transcend oder Lexar macht persönlich nicht viel Unterschied. Diese liegen in den Feinheiten mit Datenraten und Preis. Persönlich verwende ich zum größten Teil Lexar und wurde bislang nicht enttäuscht. Sie sind etwas teurer, bieten aber auch wunderbaren Support, falls mal etwas mit den Karten sein sollte

 

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