Asus Zenfone 3 Laser im Test – Überzeugt durch sein Preis-Leistungsverhältnis

Vor Kurzem haben wir das Asus ZenFone 3 für Euch unter die Lupe genommen. Nun folgt ein weiterer Bericht über ein Smartphone der ZenFone Serie: Denn wir haben von Asus das ZenFone 3 Laser für einen Testbericht zur Verfügung gestellt bekommen. Ob uns dieses Smartphone von Asus ebenfalls überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Testbericht, in dem wir es für Euch ausgiebig getestet haben.

Asus Zenfone 3 Laser – technische Daten

Display: 5,5 Zoll Full HD Super WideView Display (1920 x 1080) mit einer Pixeldichte von 401 ppi
CPU: 64-Bit Qualcomm® Snapdragon™ 430 Octa-Core mit 1,4 GHz
GPU: Adreno™ 505
RAM: 2 GB RAM (größeres Modell mit 64 GB Speicher besitzt 4GB RAM)
Speicher: 16 GB/32 GB und ein Modell mit 64 GB (mit einer microSD bis zu 128 GB erweiterbar)
Betriebssystem:  Android 6.0.1 “Marshmallow” (Update auf Android 7 folgt in kürze)
Kamera Rückseite: 13MP f/2.0 Blende mit Laser- Autofokus
Front Kamera: 8MP f/2.0 Blende und 84° Weitwinkel
 Anschlüsse: Micro-USB Anschluss; 3,5 mm Kopfhöreranschluss
Akku: 3000 mAh nicht austauschbar
Konnektivität: Wi-Fi 802.11/b/g/n, Mobilfunknetz bis 4G(Dual-Sim), Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS, BDSS
Abmessungen gerundet LxBxH:  149 mm x 76 mm x 7,9 mm
Gewicht:  150 Gramm

 

Im Lieferumfang befindet sich:

  • Asus Zenfone 3 Laser
  • Micro-USB Ladekabel
  • Netzteil
  • ASUS ZenEar Kopfhörer mit Mikrofon
  • Anleitung und Garantiekarte
  • SIM-Auswurf Tool

Design und Verarbeitung:

Das Gehäuse des Asus ZenFone 3 Laser ist mit 7,9 mm etwas dicker als das des ZenFone 3 und besteht komplett aus Aluminium. Dadurch wirkt es zwar nicht ganz so edel wie das Topmodell ZenFone 3, aber dennoch fühlt es sich hochwertig an und überzeugt durch eine gute Verarbeitung. Uns gefällt das Design insgesamt gut, auch wenn uns persönlich die Glas-Rückseite und die polierten Kanten des ZenFone 3 noch mehr überzeugen konnten.

Der Übergang von Display zum Aluminium Rahmen fühlt sich durch das leicht abgerundete Display-Glas sehr angenehm an. Ebenfalls ist der SIM-Karten Schlitten perfekt in das Gehäuse eingelassen. In diesem finden übrigens entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine microSD-Speicherkarte Platz. Sämtliche Tasten weisen einen knackigen Druckpunkt auf. Auf der Rückseite finden wir die leicht vorstehende Hauptkamera sowie direkt darunter den länglichen Fingerabdrucksensor.

Anschlüsse und Bedienelemente:

Bei vielen Mittelklasse-Smartphones mit Android erkannten wir das Problem, dass die Hersteller das Display durch das Unterbringen der sonst vorhandenen kapazitiven Bedienelemente darunter unnötig verkleinerten. Dies ist wie beim Zenfone 3 auch beim ZenFone 3 Laser nicht der Fall. Denn hier wurden die erwähnten kapazitiven Bedienelemente verbaut. Bei deren Belegung hat sich Asus zudem an Google orientiert. Somit finden wir auf der linken Seite wie gewohnt den Zurück-Button, in der Mitte den Home-Button und rechts den Multifunktions-Button. Doch was vielleicht nicht jeder weiß, diese Belegung ist nicht bei jedem Android Smartphone gleich. Zum Beispiel hat Samsung den Zurück-Button auf der rechten und den Multifunktions-Button auf der linken Seite.

Auf der Rückseite finden wir wie bereits erwähnt nicht nur die Kamera, sondern auch den Fingerabdrucksensor. Dieser reagierte in unserem Test konstant zuverlässig und schnell. Dabei dient dieser nicht nur zum Entsperren des Smartphones, sondern kann auch zur Rufannahme und zur Auslösung der Kamera genutzt werden. Auf der Linken Seite ist der Dual SIM-Karten Schlitten untergebracht, dieser wir aber auch zudem bei einer Speichererweiterung genutzt, da in diesen dann die Mirco-SD Speicherkarte eingelegt wird. Was bei den SIM-Karten erwähnt werden sollte ist, dass nur die Haupt-SIM (Micro- oder Nano-SIM) sich ins LTE-Netz einwählen kann, die zweite SIM-Karte surft maximal im 3G Netz.

Des Weiteren finden wir links auf der Oberseite den Kopfhörer Anschluss, sowie daneben ein kleines Mikrofon. Auf der Unterseite ist rechts der Lautsprecher untergebracht, in der Mitte ein Micro-USB Anschluss zum Akku aufladen und Daten übertragen sowie direkt daneben ein weiteres Mikrofon, da es sich um ein Dual-Mikrofon handelt. Zu guter Letzt ist der Ein-/Ausschaltknopf auf der langen rechten Seite direkt unter der Leiser-/Lauterwippe zu finden.

Software:

Bei der Software kommt das Betriebssystem Android 6 Marshmallow zum Einsatz. Wie von Asus gewohnt versieht der Hersteller das Betriebssystem mit seiner eigenen Benutzeroberfläche namens ZenUI. Diese ändert zwar wenig am Grunddesign, außer dass einige Zusatzfunktionen und -apps integriert sind. Zwar ist der Speicher des Zenfone 3 Laser mit bis zu 64 GB nicht knapp bemessen, dennoch rauben die zusätzlichen Apps, die bei der Erstinbetriebnahme installiert werden, unnötig Speicher. Darunter zählen z.B. die unserer Ansicht unnötigen Bereinigungs-Apps: Diese nerven täglich mit Benachrichtigungen. Wem diese Apps ebenfalls wie uns stören, raten wir diese Dienste in den Einstellungen zu deaktivieren.

Audio:

Das Zenfone 3 Laser besitzt anders als inzwischen viele andere Smartphones nur einen Monolautsprecher. Dieser ist jedoch mit seiner ausreichenden Lautsärke durchaus zufriedenstellend. Was aber auch hier wie bei vielen anderen auch Smartphones zu beobachten ist, ist das bei zunehmender Lautstärke die Klangqualität abnimmt, da der Ton zunehmend blechern klingt.Beim Video schauen sollte man beachten, dass man nicht versehentlich den Lautsprecher mit dem Finger abdeckt. Auf jeden Fall ist uns dies des Öfteren passiert. Die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer sind O.K. aber auch nicht mehr als das.

Kamera:

Für viele Smartphone Nutzer ist natürlich die Kamera ein wichtiger Bestandteil eines Smartphones. Den inzwischen machen wir mit dem Smartphone die meisten Bilder, die wir unter anderem ins Internet hochladen oder sogar teilweise fürs Fotoalbum verwenden.
Die Hauptkamera des Asus Zenfone 3 Laser kommt mit 13 Megapixeln und verfügt über eine f/2.n0-Blende und ist dementsprechend lichtempfindlich. Übrigens stammt der Kamerasensor von Sony, dieser Sensor verfügt über einen elektronischen Bildstabilisator und einen Laser-Autofokus. Damit überbietet es den Vorgänger nicht nur in der Auflösung, sondern auch im Autofokus-System. Denn eine Phasen- und Kontrast-basierten Autofokus besitzt dieses nicht.

Trotz dass das Zenfone 3 Laser und mit einem Laser-Autofokus ausgestattet ist, soll es laut Asus in nur 0,03 Sekunden Scharfstellen. In unserem Test stellten wir fest, dass dies bei guten Lichtverhältnissen auch sehr gut funktionierte. Jedoch nimmt diese Geschwindigkeit des Autofokus bei schlechteren Lichtverhältnissen rapide ab, sodass es gelegentlich vorkam das die Kamera mehrere Sekunden brauchte um scharf zustellen. Außerdem verfügt auch das Zenfone 3 Laser wie das Zenfone 3 über einen Dual-LED-Blitz und eine HDR-Funktion, welche bei Bedarf zugeschaltet werden kann. Wer eine Spiegelreflexkamera sein eigen nennt und sich ein wenig mit Fotografie auskennt, kann auch bei diesem Handy im manuellen Modus einige Einstellungen treffen. Unter anderem die Blende oder Verschlusszeit lassen sich dabei verändern.

Nun aber genug technische Daten, wie gut sind die Bilder im Alltag? Diese sind trotz etwas schwächerer Ausstattung gegenüber dem Topmodell dem ZenFone 3 fast gleich gut. Der Kontrast, die Bildschärfe sowie die Farben sind sehr gut. Zudem arbeitet der Fokus wie bereits erwähnt in den meisten Fällen sehr zuverlässig und präzise. Durch die Blende von F/2.0 sollte man meinen, dass das ZenFone 3 auch bei schlechteren Lichtverhältnissen überzeugen kann. Doch merkwürdigerweise ist dem nicht so: Die Bilder wurden in dunkleren räumen leicht unscharf aufgrund der längeren Belichtungszeit. Wer mehr mit der Kamera experimentieren möchte, sollte in den bereits erwähnten manuellen Kameramodus wechseln. Natürlich ist die Kamera auch in der Lage Videos aufzunehmen, leider nicht in 4K-Auflösung sondern in 1080p mit bis zu 30 Bildern in der Sekunde.

Die Frontkamera, die in den meisten Fällen für Selfies zum Einsatz kommt, löst mit 8 Megapixeln aus und besitzt ebenfalls eine f/2.0 Blende. Dadurch sind auch diese Bilder zwar nicht überragend, aber besser als einige Fronkameras der Konkurrenz. Auch hier ist festzustellen, dass die Bilder der Frontkamera bei guten Lichtverhältnissen durchaus ausreichend, jedoch bei schlechtem Licht weniger brauchbar werden.

Technische Leistung:

Das Asus ZenFone 3 Laser ist in Sachen Performance etwas schwächer ausgestattet als das ZenFone 3, dennoch konnte es uns durchaus überzeugen. Ausgestattet mit bis zu 64 GB internem Speicher sowie bis zu 4 GB RAM ermöglicht den Benutzer einen schnellen und flüssigen Wechsel zwischen den Apps und Menüs. Zudem kommt das Smartphone mit dem verbauten Octa-Core-Prozessor Snapdragon 430 auch bei mehreren geöffneten Anwendungen nicht aus der Puste. Demzufolge kann mann mit dieser Leistung und durch die Unterstützung des Andreno 505 GPU auch aufwendige Rennspiele wie Asphalt 8 flüssig und ohne Aussetzer spielen.

Das IPS-Display hat uns ebenfalls sehr überzeugt und ist äußerst hell. Des Weiteren sorgt diese Paneltechnik für gute Kontraste und vor allem für eine hohe Blickwinkelstabilität. Das bedeutet, auch wenn man leicht schräg auf den Bildschirm schaut, ist das Display klar zu erkennen und die Farben verblassen nicht sondern bleiben kontrastreich. Darüber hinaus zeigt das Asus ZenFone 3 Laser auch bei direkter Sonneneinstrahlung keine Schwächen.

Der 3000 mAh Akku ist fest verbaut. Dies ist leider inzwischen bei immer mehr Smartphones der Fall. Dennoch konnte uns die Akkulaufzeit des Smartphones überzeugen. Demzufolge hat der Akku des Zenfone 3 Laser in unserem Test im normalen Gebrauch für knapp 1,5 Tage ausgereicht. Aber wie immer hängt dies davon ab, was man mit dem Smartphone macht.

Positiv:
+ elegantes Design
+ gute Verarbeitung
+ helles IPS-Display
+ gute Benutzeroberfläche
+ sehr gute Kamera bei heller Umgebung
+ Wechselspeicherslot ( erweiterbar um bis zu 128 GB)

Neutral:
– Dual-SIM unterstützt nur eine SIM-Karte im LTE Netz

Negativ:
– fest verbauter Akku

27 Jahre alt / Apple Freak / Feinwerkmechaniker / Technikfan